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Kopfkonzert V

Ich bin keiner von denen, die man nur mit Kopfhörern sieht. Manchmal bin ich allerdings neidisch. Es muss toll sein, wenn man sich daran gewöhnt hat, die Welt so selbstverständlich auszublenden. Bei mir überwiegt da oft die Sorge, womöglich etwas zu verpassen. Ich kriege nun einmal gerne mit, was um mich herum passiert. Hinzu kommt, dass ich zumindest in Karlsruhe meist mit dem Fahrrad unterwegs bin – und berufsbedingt regelmäßig den Polizeibericht lese. Fahrrad und Kopfhörer sind mir daher zu riskant.

Wenn ich zuhause vor dem Rechner sitze, gehören Kopfhörer allerdings schon zur Standardausstattung. Zumindest beim Bloggen. Hier eine Auswahl der Lieder, die mir dabei derzeit besonders häufig in die Ohren fliegen:

In diesem Sinne, frohes Hören und / oder Weltausblenden!

PS: Frühere Kopfkonzerte: I, II, III, IV.

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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  1. Manchmal kann es unglaublich befreiend sein, die Welt und den Lärm um sich rum für einen Moment abzuschalten. Es gibt immer wieder Zeiten, da ist die Welt um einen rum einfach böse und laut und man fühlt sich, als würde man gar nicht rein passen. In diesen Zeiten haben mir schon vor Jahren Kopfhörer und die richtige, laute Musik einen Moment der Stille gegeben. Zu den Zeiten, als die Hormone verrückt spielten. Alles, was ich gelernt hatte, plötzlich auf dem Kopf stand und nicht mehr so richtig passen wollte. Wo jeder an mir gezerrt hat und ich innerlich zerrissen war, genau da hat mein Walkman und Marusha (It takes me away) es mir erlaubt, Ruhe zu finden. Später war es dann ein Greatest Hits-Album von Queen, welches mich die schlimmsten Krisen als 18jähriger für einen Moment vergessen hat lassen.

    Spätestens seit der Tinitus-Forschung weiß man, dass man, um den ständigen Lärm zu unterdrücken, einen bestimmten Gegenlärm erzeugen muss, damit der Lärm sich gegenseitig aufhebt und man wahre Stille erfährt.

    Rückblickend betrachtet glaube ich manchmal Freddy, Brian, Roger, John und Marusha haben mir das Leben geretten. Ein Hoch auf Kopfhörer, Kopfkonzerte und laute Musik!

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