Desillussionierend Splitter

Göttlich langsam

In der griechischen Mythologie ist Hermes der Götterbote. In der wirklichen Welt ist es ein Paketdienst – und leider weder göttlich noch besonders schnell. Sogar für eine „automatisch erstellte Eingangsbestätigung“ auf eine Email brauchte Hermes nämlich stolze vier (!) Tage! Man kann sich also ausrechnen, wie lange das dazugehörige Paket unterwegs war – beziehungsweise ist. Angekommen ist es nämlich noch nicht.

Bestellt hatte ich das Weihnachtsgeschenk am 11. Dezember. Wenig darauf wurde das entsprechende Paket dann auch auf die Reise geschickt. Was Hermes seitdem mit dem Geschenk tut, kann ich dank der Paketnachverfolgung im Internet zwar nachvollziehen – verstehen kann ich es deswegen aber noch lange nicht.

Wie kann es zum Beispiel sein, dass das Geschenk zwar seit dem 21.12. „an der zuständigen Hermes Niederlassung in Hagen eingetroffen“ ist und dort seitdem (offenbar sehr aufwendig) „für die Zustellung sortiert“ wird – ab dem 27.12. aber wiederum „bisher nicht an der zuständigen Hermes Niederlassung in Hagen eingetroffen“ ist? Haben sie es beim Sortieren verloren?

Aber ich muss ja nicht alles verstehen geschweige denn verschicken. Mit Hermes werde ich zumindest letzteres jedenfalls nicht mehr tun.

In diesem Sinne, danke auch!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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