Nicht minderjährig

Ob das Absicht war? Muss wohl, denn diese Bildunterschrift wurde inzwischen diverse Male bei Twitter und Co. kommentiert, ohne dass Heise etwas daran geändert hätte. Mir hat sie den Morgen gerettet – das erste Mal schallend gelacht heute. Danke an die Kollegen von heise.de (Link führt zum Artikel in voller Länge).

Wobei ich lügen würde, wenn ich behaupten würde, das schallende Lachen sei nicht mit einem Wermutstropfen einhergegangen. Denn auch wenn ich einerseits nachvollziehen kann, dass der eine oder andere Redakteur über das Phänomen Youtube-Star den Kopf schüttelt, wer es einfach als Kinderei abtut, denkt zu kurz – was dann in dem Artikel ja auch relativ ausführlich behandelt wird. Die Industrie dahinter ist längst zu groß und zu einflussreich, um sie als bloße Lächerlichkeit abzutun.

Andererseits: Jugendkulturen hat es immer gegeben. Dass ich und die Kollegen von heise.de hier schlicht nicht mehr hinterherkommen, ist Teil der Definition. Was allerdings nicht heißt, dass wir uns in unseren Berufen nicht mehr damit auseinandersetzen sollten.

In diesem Sinne, youtube – was?

Duschplan II

Liebes Fitnessstudio – ernsthaft? Schon wieder? Na dann … in diesem Sinne, Frauen bitte jetzt weiterlesen, Männer in einer halben Stunde!

Bar-Bär

Ich mag ihn, gerade weil er offenbar gerne am Tresen sitzt: der Bär des Best Western Hotels in Parsdorf in der Nähe von München.

In diesem Sinne, Prost und so, Bär!

Free Ride!

2016-08-26-Free-Ride

Aufgenommen in Panguitch in Utah, USA – einem unserer Lieblingsorte auf unserem Roadtrip im vergangenen Jahr.

In diesem Sinne – yeah! Free Ride!!!

Standesamt

2016-07-19-Standesamt

Über die Verwaltung schimpfen kann jeder. Ich möchte loben. Gestern habe ich eine (private) E-Mail an das Karlsruher Standesamt geschrieben. Die Antwort kam nach weniger als zwei Stunden, beantwortete meine Frage auf den Punkt und kam zusammen mit einem Terminvorschlag direkt für den folgenden Tag, also heute.

Da fällt nicht einmal mir etwas ein, worüber ich meckern könnte. Irritiert hat mich einzig diese Türbeschriftung im 1. OG. Eine interessante Kombination, findet Ihr nicht?

In diesem Sinne, Name ändern oder Vaterschaft anerkennen – Ihr habt die Wahl!

Erdbeerpolizei

2016-07-04-Erdpbeerpolizei

Erst dachte ich, der Fahrer des Polizeiwagens wollte mich einfach nur vorbeilassen. Der Weg, eine kleine, aber asphaltierte Anlieger-Straße, war eng. Zwei Autos würden hier nicht nebeneinander durch passen. Dann deutete der Beamte mir allerdings anzuhalten und das Fenster herunterzulassen. Er war noch relativ jung, Anfang 30, schätze ich. Seine Kollegin auf dem Beifahrersitz war sogar noch jünger, höchstens 25 Jahre alt.

Es war Sonntag, früher Nachmittag, I. und ich hatten gerade nahe dem Baggersee in Wiley an einem der zahlreichen Selber-Pflück-Felder Erdbeeren gekauft. Jetzt waren wir auf dem Weg zurück zu I., die nur ein paar Kilometer entfernt wohnt.

„Dem Kennzeichen nach sind Sie aber kein Anlieger“, sagte der Polizist und deutete vage in Richtung meiner Motorhaube. Also in die Richtung, in der sich das Kennzeichen befand.

„Doch, schon“, antwortete ich, „wir hatten das Anliegen, hier Erdbeeren zu kaufen.“ Dabei deutete ich dabei vage in Richtung meines Kofferraums. Also in die Richtung, in der sich das Erdbeerfeld befand.

„Mhm“, sagte der Polizist und sah zu seiner Kollegin rüber. „Nagut. Und wo sind die Erdbeeren?“ I. auf dem Beifahrersitz hob die Tüte hoch, die sie bis dato zwischen ihren Füßen auf dem Boden vor sich balanciert hatte. „Nagut“, sagte der Polizist daraufhin erneut. „Dann gute Fahrt.“

In diesem Sinne, bloß nie die Erdbeeren vergessen!

Übrigens: Ganz Unrecht hatte der Polizist mit seiner Frage nicht. So richtig Recht aber auch nicht. Das „Durchfahrt verboten“-Schild in Kombination mit einem „Anlieger frei“ ist wohl eines der kompliziertesten der Straßenverkehrsordnung. Anlieger sind nämlich keinesfalls nur Anwohner und Grundstücksbesitzer, sondern auch all jene Menschen, die mit diesen in Kontakt treten möchten, etwa um die zu besuchen oder, wie in unserem Fall, Geschäfte mit ihnen zu tätigen, völlig unabhängig von deren Herkunft oder Autokennzeichen. Das gilt sogar dann, wenn am Ende gar kein Kontakt zustande kommt, etwa weil das Geschäft geschlossen ist, der Betreffende nicht zuhause ist oder gar keinen Besuch wünscht, wie das Bayerische Oberlandesgericht betont: „Anlieger sind Personen „[…], die mit Bewohnern oder Grundstückseigentümern in eine Beziehung treten wollen. Dabei ist es unerheblich, ob diese Beziehung zustande kommt; die Absicht ist ausreichend. Erkennt der Anlieger bei Vorbeifahrt am betreffenden Grundstück (was auch eine Baustelle mit Bauarbeitern sein kann), dass der Gesuchte nicht erreichbar ist, kann er ohne anzuhalten weiterfahren und bleibt Anlieger. Selbst unerwünschte Besucher eines Anliegers sind zum Einfahren berechtigt.“ 

Blitzlicht

2016-06-26-Gewitter

„Das Gewitter zieht vorbei.“ Gut eine halbe Stunde hatte es erst rechts, dann mittig und später links am Horizont geblitzt. Und obwohl es zwischenzeitlich recht kräftig donnerte, schien das eigentliche Unwetter und zunächst verschonen zu wollen.

Dann ging es ganz schnell und wir waren froh, uns zeitnah genug zurück nach Hause geflüchtet zu haben. Erst schien blitzend, donnernd und stürmend die Welt in und um Wiley in Neu-Ulm unterzugehen, dann, noch einmal mindestens eine halbe Stunde später, setzte der Regen ein. Ziemlich genau in diesem Moment ist der Mini-Film oben entstanden.

In diesem Sinne, das Zählen der Sekunden nicht vergessen!