Desillussionierend

Böse Woche

Ich mag diese Woche nicht. Sie hat schon schlecht angefangen.

1. Ich habe kaum geschlafen. Seit Freitag kämpfe ich mit einer Erkältung, die sich vor allem in meine Nase verliebt zu haben scheint. In der Nacht von Sonntag auf Montag bin ich im Schnitt alle 30 Minuten aufgewacht, weil entweder das linke oder das recht Nasenloch komplett zu war. Das Drehen auf die jeweils andere Seite half nur kurzfristig – verlagerte sich das Problem nur von links nach rechts und andersrum. Gegen 4 Uhr war es dann ganz vorbei mit der Nachtruhe. Linkes und rechtes Nasenloch waren sich einig, beide dicht zu machen..

2. Die Zeitung ist weg. Das Chrismon-Magazin, dass der Süddeutschen am Montag offenbar beilag, hat der Dieb allerdings liegen lassen. Ungewöhnlich, denn eigentlich favorisiert mein Stammdieb nämlich Magazine, nicht ganze Zeitungen.

3. Schimmel. Bemerkt habe ich den natürlich erst, nachdem ich das Brot schlaftrunken in den Toaster gesteckt hatte. Faszinierend, zu welchen Farbvarianten getoasteter Schimmel in der Lage ist. Ein kleiner Lichtblick: ich hatte noch ein nicht verschimmeltes Brot auf Lager, musste also nicht ohne Frühstück aus dem Haus.

4. Teuer Tausch. Zugegeben, eigentlich ist das schon eine Woche vorher passiert, aber auf dem Kontoauszug habe ich es erst diese Woche gespürt: an meinem Laptop musste das Display getauscht werden. Nicht, weil mir das Gerät runtergefallen wären oder sonst etwas Spektakuläres passiert ist. Ich habe das Macbook einfach nur zugeklappt – und dabei ist dummerweise das Druckerkabel zwischen Tastatur und Display geraten. Das reichte, um am linken Bildschirmrand einen feinen, aber dennoch deutlich sichtbaren Kratzer in das Display zu zaubern. Ja, mich hat das auch überrascht, dass ein so teures Gerät offenbar so empfindlich ist.

Die Woche ist erst zwei Tage alt, aber wenn es nach mir ginge, reicht es eigentlich schon. In diesem Sinne: auf eine bessere Woche – nächste Woche!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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