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Verloren

Eigentlich müssten sie überall sein: Autos, die nicht wiedergefunden wurden. Autos, die jahrelang auf Parkplätzen rumstehen, weil ihr Besitzer hilflos durch die Gegend irrt. Autos, die irgendwann verrotten und dann erst recht nicht mehr gefunden werden, weil sie nur noch Rost und Plastik sind.

Das könnte man zumindest meinen, wenn man bedenkt, wie viele Apps es inzwischen für das iPhone gibt, die nur einen Zweck haben: sein eigenes Auto wiederzufinden.

Ich finde das faszinierend. Dass ich keine Orientierung habe, habe ich schon geschrieben. Aber dass da draußen Tausende, ja wahrscheinlich Millionen andere Menschen sind, die ein Smartphone brauchen, um sich a) zu merken, wo sie geparkt haben und b) wie sie dorthin zurück kommen – irgendwie finde ich das beruhigend. Und befremdend.

In diesem Sinne, gute Fahrt!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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