Desillussionierend Reisewelten Splitter

Trinkhalle

Vermutlich hat der Name nur mich verwirrt: “Trinkhalle”. In Düsseldorf und im Ruhrgebiet bezeichnet dieses Wort einen Kiosk, in dem man sein preiswert erstandenes Bier auch gleich an einem Stehtisch konsumieren kann.

In Baden-Baden ist das natürlich anders. Trinkhalle bezeichnet hier ein von einem Weinbrenner-Schüler (Heinrich Hübsch) entworfenes Säulengebäude, in dem neben zahlreichen Gemälden ein kleiner Brunnen untergebracht ist. Ausgestattet mit einem Becher für 20 Cent kann man hier lauwarmes Thermalwasser abschöpfen, dem heilende Kräfte nachgesagt werden.

Ob die wirklich wirken, kann ich nicht beurteilen. Persönlich trinke ich Wasser lieber eiskalt statt lauwarm. Aber wer weiß, welche heilende Wirkung das Wasser in mir noch entfaltet. Gefallen hat mir jedenfalls der Blick durch die Säulen auf die evangelische Stadtkirche mit ihren zwei Türmen.

In diesem Sinne, auf gute Gesundheit!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.