Fremde Federn Presseschau Splitter

Betrunken Rechnen

Endlich hört mal jemand auf mich. Oder auf meine Freundin E., die die Ursprungsidee hatte.

Vor Monaten schon hatte die ein „Handy mit Promillegrenze“ gefordert. Das gibt es nun. Zwar (noch?) nicht direkt auf dem Handy, aber dafür bei Google: Nie wieder betrunken peinliche Emails verschicken, so jedenfalls die Idee des neuen Services bei GMail.

Das Prinzip: Bevor man auf den Sendebutton klicken kann, muss man unter Zeitdruck Rechenaufgaben lösen, um zu beweisen, dass man noch alle Sinne beisammen hat.

Fehlen nun also nur noch die Taschenrechner mit Promillegrenze. 

In diesem Sinne, Prost!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Dabei sind doch genau diese Anrufe und eMails hervorragend dafür geeignet, einen ungefilterten Blick auf die Freundschaft zu bekommen:

    – Wenn ich mitten in der Nacht ans Telefon gehe, spricht das schon einmal für die Freund/in. Im Zeitalter der Nummernübertragun weiss ich ja schließlich vorher, was mich erwartet. Außerdem ist mir mein Schönheitsschlaf heilig.
    – Wenn jemand volltrunken statt seiner/ihrer Mutter mich anruft, weil irgendetwas gerade nicht so ist, wie es sein sollte oder gerade genauso ist, wie es sein soll und dies dringend mitgeteilt werden muss, ist das doch sowas wie eine Ehre für mich. So bin ich immerhin der Erste, der davon erfährt, ohne dabei zu sein.

    Ergo: Tatsächlich mitten in der Nacht rangehen heißt entweder, man war zu blöd, um mitzusaufen oder man ist der anderen Person so wichtig, dass ihr die eigene momentane Peinlichkeit egal ist…

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