Desillussionierend

Aufwachen hoch x

Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich heute Morgen aufgestanden bin. Das erste Mal war so gegen 3:30 Uhr. Da bin ich aufgewacht, weil ich geträumt habe, dass es schon viel später ist, und ich gerade aufgestanden bin. Ich kann gar nicht sagen, wie froh ich war, als ich gemerkt habe, dass ich nur geträumt habe.

Das nächste Mal war dann so um kurz nach 5 Uhr. Im Traum habe ich erst meinen Wecker ausgemacht, der im Traum natürlich einige Stunden später anzeigte. Dann habe ich gedacht, dass ich eigentlich noch viel zu müde bin, um wirklich aufzustehen. Da das aber kein Grund ist, nicht zur Arbeit zu gehen, habe ich mich trotzdem aus dem Bett gequält. Dabei bin ich aufgewacht und habe gemerkt, dass ich a) noch im Bett liege und b) dies auch noch gut zweieinhalb Stunden lang tun kann – welche Freude!

Dann ging es ganz schnell. 5:30 Uhr, 6:00 Uhr, 6:30 Uhr, 7:00 Uhr – und wohl auch dazwischen das eine oder andere Mal. Wobei die Freude über den träumerischen Irrtum jedes Mal ein wenig schrumpfte – proportional mit der verbleibenden Zeit, die ich wirklich noch liegen bleiben konnte.

Als ich dann um 7:30 Uhr wirklich aufgestanden bin, musste ich mich erstmal zwicken, ob das nicht wieder nur ein Traum ist. War es nicht. Was auch die Müdigkeit erklärte. Dumm gelaufen, eigentlich.

In diesem Sinne, gute Nacht … so oft wie nötig!

Autor

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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