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1.100 Dollar

2013-02-09-New-York1.100 US-Dollar im Monat – und dann wohnt man mehr in einem Loch als einer Wohnung und so weit nördlich in Harlem, dass es eigentlich kaum noch offiziell Manhattan heißen kann. Dennoch ist das Appartement das oberste in der Liste, die ich zur Sicherheit gleich zwei mal hintereinander auf „cheapest offers first“-Sortierung gestellt hab. Am unteren Bildschirmrand hat die Monatsmiete trotzdem schon die 1.800 US-Dollar überschritten. Doch hey – träumen wird ja wohl noch erlaubt sein.

Es ist nicht so, dass ich wüsste, was ich in New York City tun sollte, wenn ich morgen als erster auf irgendeiner geheimen Webseite eine (für mich) finanzierbare Wohnung in der passenden Neighborhood finden würde. Seit ich vor neun Jahren dort war, überkommt es mich immer mal wieder, und ich durchwühle auf gut Glück amerikanische Online-Wohnungsangebote. Der Traum, irgendwann einmal für ein paar Monate oder vielleicht sogar Jahre in New York zu leben, hat sich eben einfach in meinem Hinterkopf eingenistet.

New York ist dort übrigens nicht allein. Gesellschaft leisten der Stadt Orte wie Sydney, weil die australische Metropole moderne Großstadt und entspanntes Strandleben unter einem Hut vereint. Oder Buenos Aires, weil hier südamerikanisches Flair und europäische Geschichte auf eine ganz eigene Art und Weise aufeinander treffen. Außerdem habe ich mich dort einmal verliebt, aber das ist eine andere Geschichte.

Natürlich steht insbesondere New York bei praktisch jeder Mode-, Lifestyle- oder Foodbloggerin ganz oben auf der obligatorischen to-do-Liste. Trotzdem bilde ich mir ein, dass es bei mir irgendwie anders ist. Vielleicht weil ich kein „Sex and the City“-Fan bin. Trotzdem fürchte ich mich manchmal davor, dass meine Träumereien am Ende auch nichts weiter als eben das ist: Träumerei.

In diesem Sinne, gute Reise und so!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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