Frei

2015-05-22-frei

“Lass Mich Frei Sein!”

Aufgenommen in Erfurt vor etwas mehr als einem Jahr. In diesem Sinne …

Mettwurstsalat II

2015-05-21-Mettwurstsalat

Mettwurstsalat? Ernsthaft? Dass ausgerechnet dieser Begriff aktuell der Begriff ist, mit dem die meisten Menschen auf Felix’ Welt landen, macht mich doch etwas stutzig. Ob da draußen  irgendeine Mettwurstsalatkrankheit ausgebrochen ist? Oder warum ist das Thema auf einmal so “in”?

Wie dem auch sei: hier geht es zum ursprünglichen Post – in diesem Sinne: guten Appetit!

Zeltgeschichten (nass)

2015-05-17-Zelt

In meiner Erinnerung war das Gras immer nass. Das entspricht vermutlich nicht der Realität, passt aber ganz gut, denn einer der großen Unterschiede zwischen Urlaub im Hotel und Urlaub im Zelt ist, dass der Weg auf die Toilette über eine Wiese führt. Früh morgens ist die im Sommer tatsächlich oft feucht. Der Grund: Luftfeuchtigkeit, die an den Grashalmen kondensiert, wenn diese über Nacht abkühlen.

Ich habe alle Sommerurlaube meiner Kindheit und Jugend auf Campingplätzen verbracht. Meine Eltern haben im Wohnwagen geschlafen, meine Schwester und ich im Zelt. Ein Riesenvorteil dieser Art, Ferien zu machen: im Schnitt waren wir mehr als eineinhalb mal länger weg als der durchschnittliche Sommerurlaub im Hotel dauert. Als Kinder konnten wir uns auf den oft weitläufigen Campingplätzen frei bewegen, während meine Eltern Stunden damit verbrachten, in Klappstühlen vor dem Wohnwagen zu sitzen und zu lesen. Vermutlich haben sie so maßgeblich dafür gesorgt, dass ich mir bis heute einen Urlaub ohne Buch schlicht nicht vorstellen kann.

Eine besondere Herausforderung stellte Regen dar. Lange schien die deutsche Zeltindustrie nicht in der Lage, Zelte herzustellen, die über längere Zeit wasserdicht waren. Oder meine Eltern schafften es nicht, entsprechende Modelle zu kaufen, das weiß ich nicht. Dies änderte sich erst, als die sogenannten Iglu-Zelte die dreieckigen Hundehütten ablösten, in denen meine Schwester und ich schliefen. Wichtig war hier nur: Innenzelt und Außenhaut durften sich keinesfalls berühren. All zu sehr im Schlaf herumwälzen durfte man sich also nicht.

Erneut mit dem Zelt auf große Tour ging es mit Anfang 20. Zusammen mit einem Freund und dessen Nissan Micra ging es in einem Jahr nach Frankreich und Spanien, in einem anderen Jahr mit Zwischenstopps in Italien bis runter nach Kroatien. Um alles inklusive des luxuriösen Hauszeltes (getrennte Schlafkabinen!) in dem kleinen Auto unterzubringen, bauten wir sogar die Rückbank zur Hälfte aus. Es gab danach genau eine Art, das Auto zu beladen, so dass alles hineinpasste.

Ich erinnere mich noch gut an einen Stopp in der italienischen Stadt Chioggia in der Nähe von Venedig. Wir hatten uns noch gewundert, dass der italienische Platzwart gar nicht wissen wollte, wie lange wir bleiben wollen. Die Erklärung gab es am nächsten Morgen, als mein Freund B. beim Weg zum Zähneputzen feststellte: alle bauen ab – nur wir nicht. Des Rätsels Lösung: der Campingplatz hatte nur noch eine Nacht geöffnet gehabt.

Dass wir erst im September losgefahren waren, merkten wir auch auf der Rückfahrt. Auf einem Campingplatz in Bad Tölz waren wir die einzigen Gäste mit Zelt. Gleich mehrmals hatte der freundliche Mann an der Rezeption nachgefragt, ob wir wirklich mit einem Zelt und nicht mit einem (beheizbaren) Wohnwagen unterwegs seien. Nachdem wir das Zelt bei strömenden Regen aufgebaut hatten, kochten wir uns auf einem mit einem Regenschirm abgeschirmten Campingkocher Spaghetti, die wir anschließend im Auto sitzend aßen. Danach sind wir ins Schwimmbad gefahren. Noch heute muss ich lachen, wenn ich mir die Fotos anschaue.

In diesem Sinne, schönen Pfingsturlaub – zumindest für die, die welchen machen!

PS: Fairerweise hier der Link zur (Werbe-)Postkarte, die ich zur Bebilderung genutzt habe: www.ulmerzelt.de

Koblenz

2015-05-16-Koblenz

Handy-Schnappschuss am Waschbecken einer Biergarten-Toilette in Koblenz. Ist übrigens nicht meine Flasche, die stand schon da. In diesem Sinne …

Saunastöhner

Es ist ruhig hier – normalerweise. Darum gehe ich gerne in die Sauna meines Fitnessstudios. Einzige Ausnahme: der glatzköpfige Deutsch-Italiener mittleren Alters, dem es offenbar nicht möglich ist, seine Stimme auf Zimmerlautstärke zu trimmen. Damit kann ich allerdings ganz gut leben, weil wir uns ohnehin nicht so oft in der Sauna begegnen. Er schwitzt meist schon, während ich noch trainiere.

Seit einigen Wochen ist da allerdings dieser andere Mann. Im Gegensatz zu dem Deutsch-Italiener spricht er nicht viel, eigentlich gar nicht. Aber er stöhnt, laut und ausdauernd. Meist ist er schon in der Sauna, wenn ich komme und noch da, wenn ich wieder gehe. Dabei ist das Stöhnen nicht mal das Schlimmste. Unangenehmer als das Stöhnen sind die Dehnübungen.

Auf der oberen Holzbank liegend zieht er abwechselnd mal das eine, dann das andere Knie seitwärts in Richtung Nase. Unterbrochen wird die Übung nur von kurzen Pausen, in denen er mit den Händen den Schweiß auf seinem Körper neu verteilt, was laute, schmatzende Geräusche verursacht. Dann wieder steht er in dem schmalen Bereich zwischen Saunaofen und Tür, presst die Arme auf die Holzbank, um seinen Rücken zu strecken.

Ich weiß nicht, ob ich der Einzige bin, den diese gymnastischen Übungen stören. Manchmal stelle ich mir vor, wie das Ganze von außen betrachtet aussehen muss. Lauter Männer (Frauen verirren sich nur selten in die gemischte Sauna) sitzen stumpf vor sich hin dämmernd auf den Holzbänken. Nur einer schert aus, indem er den Saunaaufenthalt konsequent nutzt, um auszutesten, wie dehnbar sein nackter Körper eigentlich ist – oder wie weit dehnbar die Geduld all derer ist, die bei 85 Grad mit ihm in dem kleinen Raum ausharren.

In diesem Sinne, Duschen nicht vergessen!

Muttertag (ital.)

2015-05-10-Muttertag

Der Mann an der Kasse der Autobahnraststätte betonte das Wort übertrieben italienisch, was ganz gut zu dem italienischen Namen auf seinem Namensschild passte. “Diese hübsche, junge Dame hat mich abgelenkt.” Er deutete auf die etwa 55-jährige Kollegin mit den blondierten Haaren an der Nachbarkasse und lächelte schelmisch.

“Kein Problem”, antwortete ich, “war ja mein Fehler.” Das stimmte. Ich hatte ihm aus Versehen die falsche Tankkarte gereicht und den Fehler erst bemerkt, als das Lesegerät sich weigerte, die Karte zu akzeptieren. Ich reichten ihm die richtige Karte und lächelte.

Auch er lächelte. Dann sah er erneut zu der Kollegin links von ihm hinüber und wiederholte: “Entschuldigeeee! Aber Du verstehst bestimmt – wenn da auf einmal so eine hübsche, junge Dame in der Nähe ist, da kommt man manchmal durcheinander. Habe isch gar nicht gesehen mit falscher Karte.”

Ich hatte mich bereits zum Gehen umgedreht und sowohl die richtige als auch die falsche Karte eingesteckt, als der Kassierer mich am Arm berührte und mir eine kleine Tüte hinhielt: rosafarbenes, herzförmiges Weingummi. “Heute ist Muttertag. Die sind für Mamaaaaa – nimmst Du mit, ja?”

In diesem Sinne, für alle Mamaaaas – alles Gute zum Muttertag!

Bio-Frauen

Ja, ich gebe zu, die Überschrift ist nicht eindeutig. Das liegt aber nur daran, dass in dem Video gleich zwei Themen behandelt werden – Bio und Frauen. In der Reihenfolge.

Das Video ist nicht neu. Allerdings bin ich seit Jahren ein Fan von Volker Strübing, der, aber das nur nebenbei, während meiner Berlin-Zeit quasi nebenan gewohnt hat. Nur wusste ich das damals noch nicht, sondern habe erst erfahren, dass wir eine gemeinsame Stammkneipe hatten, als ich aus Berlin weggezogen war.

Wie dem auch sei: Wer mehr will, dem sei unbedingt der Schnipselfriedhof und natürlich Spinne & Kloß empfohlen. Und wie komme ich darauf? Ich lese gerade (endlich) “Das Paradies am Rande der Stadt”, das nun schon seit viel zu vielen Jahren ungelesen bei mir im Schrank steht. In diesem Sinne …

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