Santorin

2016-04-28-Santorin

Ich bin gerade dabei, meine Bilderdatenbank zu sortieren und auszumisten. Dabei bin ich auf diese Aufnahme gestoßen. Ja, Sonnenuntergang, ich weiß. Trotzdem passt das Foto gerade zu meiner Stimmung. Aufgenommen habe ich es vor gut vier Jahren auf der griechischen Insel Santorin. Lust auf noch mehr Griechenland und Fernweh? Hier sind meine Einträge zu der Reise damals!

In diesem Sinne, guten Flug und so!

Geteilte Menschheit

2016-04-28-Geld-sortiert

Sortiert Ihr eigentlich? Geld, meine ich, im Portemonnaie. Wenn Ihr mich fragt, lässt sich die Menschheit in Europa in zwei Gruppen einteilen: diejenigen, bei denen Fünfer, Zehner, Zwanziger und so weiter fein säuberlich der Reihe nach in der Geldbörse stecken – und diejenigen, bei denen die Scheine so abgelegt werden, wie sie gerade kommen.

Dass dem so sein muss, ist mir schon als Kind klar geworden. Meine Mutter hatte sich das Portemonnaie meines Vaters geliehen, um damit irgendetwas zu bezahlen. Das papierene Wechselgeld, damals noch in DM, landete einfach irgendwie im Scheinfach seiner Börse. Wieso man sich denn die Mühe machen sollte, das Geld vorher zu sortieren, fragte sich meine Mutter; wie jemand das Geld vorher nicht sortieren könne, überlegte dagegen mein Vater.

Ein weiteres Thema, bei dem ein tiefer Riss zumindest durch die westlich Zivilisation läuft, sind Betten. Machen – oder nicht machen? Britische Forscher haben schon vor über zehn Jahren herausgefunden, dass ein gemachtes Bett, im Idealfall noch mit einer Tagesdecke hübsch drapiert, ein Paradies für Milben ist. Dennoch ist das tägliche Zurechtlegen von Kissen und Decke für viele Menschen ein tägliches Ritual. Weil es schöner aussieht. Oder weil es sich eben so gehört.

Für andere wiederum ist es dagegen reine Zeitverschwendung. Warum etwas zurechtzupfen, was am Abend ohnehin wieder durcheinander gebracht wird? Und noch dazu in einem Zimmer, das etwaig anstehender Besuch ohnehin nicht betreten wird.

Noch ein Beispiel: Packt Ihr im Hotel Eure Koffer aus? Ich tue dies höchst ungern. Ich mag Hotelzimmer. Allerdings vor allem deswegen, weil ich mich in ihnen nicht heimisch fühlen brauche. Hotelzimmer sind Wohnorte auf Zeit, meist nur für eine oder wenig mehr Nächte. Nach dem Ankommen landet mein Kulturbeutel im Bad und mein Handy-Ladegerät auf dem Nachttisch (oder wo sonst sich die Steckdose befindet). Das Gros meiner Klamotten dagegen bleibt im Koffer, und das bleibt in der Regel bis zur Abreise oder wenigstens bis zur ersten Benutzung dort.

Das heißt nicht, dass ich alle meine Habseligkeiten immer sofort wieder im Koffer verstaue, sobald ich sie nicht mehr am Leib trage oder sonstwie gebrauche. Spätestens nach einem Tag hängt über dem Stuhl im Zimmer ein Hemd, liegt irgendwo im Bett mein Schlaf-T-Shirt. Habe ich einen Anzug dabei, kommt der in der Regel ebenfalls auf einen Bügel.

Ich fange allerdings nie an, systematisch meinen Koffer aus- und den Schrank im Zimmer einzuräumen. Andere Menschen tun das. Für sie gehört das einfach dazu, um anzukommen.  Oder weil sie vermeiden wollen, dass die Sachen im Koffer Falten bekommen. Oder sie tun es, weil “man” das eben tut.

Übrigens: beim Thema Geld komme ich nach meinem Vater. Beim Bettenmachen bin ich dagegen ein Misch-Mensch. Ja, es ist unpraktisch, aber manchmal hilft mir äußere Ordnung um mich auch innerlich besser zu sortieren. Dazu gehört dann auch ein gemachtes Bett – keine Tagesdecke! Manchmal, wie gesagt.

In diesem Sinne, auf die kleinen Unterschiede!

1000.

2016-04-22-1000

Die letzten paar Tage waren schwierig mit Felix’ Welt. Es war nicht so, dass mir nichts eingefallen wäre, was ich gerne gepostet hätte. Aber da war diese Zahl: 999. So viele aktive Einträge haben sich in den vergangenen 9 Jahren angesammelt. 999 Posts in 9 Jahren. Nicht schlecht, dachte ich mir, auch wenn mir natürlich klar ist, dass das nichts ist, gemessen an dem, was mancher Hardcore-Blogger tagtäglich in die Welt bläst.

Andererseits bin ich schon ein bisschen stolz, dass mein Blog nicht nur schon so lange existiert – Internetjahre muss man ja wie Katzenjahre rechnen, also mal 7 oder so; demnach schreibe ich schon seit 63 Jahren in dieses Internet. Seit Felix’ Welt online ist, hat es außerdem keinen einzigen Monat gegeben, in dem nicht mindestens ein Beitrag erschienen ist (und es gibt auch nur einen Monat, in dem es nur einer war). Das, finde ich, soll mir erstmal einer nachmachen.

Trotzdem habe ich mich gerade in den vergangenen Tagen schwer getan. Nach 999 kommt nämlich 1000 – und das ist eben doch eine Zahl, die ich nicht einfach so vorbeiziehen lassen möchte. Auch aus den oben genannten Gründen.

“Mach eine Namensliste”, schlug I. vor. “Nimm 1000 Namen und bedanke Dich bei ihnen, dass sie Dich lesen.” Nicht schlecht, aber irgendwie schien es mir nicht ganz das Richtige. Außerdem: 1000 Namen aussuchen? Da wäre ich ja Stunden beschäftigt und würde am Ende doch irgendwen vergessen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich natürlich nur eine (gut, vielleicht auch zwei) Handvoll meiner Leser namentlich kenne.

Eine andere Alternative wäre gewesen, Euch einfach mit ganz vielen Zahlen zu bombardieren: Wie viele Aufrufe hatte Felix’ Welt seit dem ersten Post? Wie viele Kommentare? Wie viele Wörter, Buchstaben oder A4-Seiten habe ich seit 2007 veröffentlicht?

Nein, irgendwie war es das auch nicht. Webseiten in Zahlen zu zerlegen ist Teil meines Jobs, Felix’ Welt ist etwas anderes. Ich freue mich über jeden Aufruf. Anders als bei den meisten beruflichen Projekten, habe ich aber nicht das Ziel, mit diesem Blog möglichst viel Reichweite zu generieren. Für mich ist Felix’ Welt eher wie ein Spaziergang durchs Internet. Und wie bei einem Spaziergang ist es zwar schön, auf dem Weg netten Menschen zu begegnen, dies hat aber nicht oberste Priorität. Mein Blog ist viel mehr ein Ausdruck meiner Persönlichkeit und meine ganz eigene Spielwiese. Wem gefällt, was ich schreibe (oder fotografiere), ist herzlich willkommen, aber ich stelle mich nicht mit einem “Lies mich”-Schild um den Hals auf den Marktplatz. Das würde auch nicht zu den Inhalten passen.

Denkbar wäre natürlich auch ein “Rückblick in G.” gewesen. Ich mag diese Art der Rückblicke, von denen ich mir einbilde, sie erfunden zu haben (wobei ich nicht ausschließe, dass jemand anderes schon auf eine ähnliche Idee gekommen ist). Allerdings wäre das vermutlich früher oder später auf eine Zusammenstellung von Fakten und am Ende Zahlen hinausgelaufen. Daher: siehe oben.

Was bleibt? Dieser Eintrag. Ein Screenshot, wie Felix’ Welt vor knapp neun Jahren aussah. Damals wurde das Blog noch über googles Plattform blogger.com betrieben und war nur über felix-welt.blogspot.com erreichbar. Die eigene Domain auf dem eigenen Webspace kam erst später und selbst der wurde inzwischen schon einmal gewechselt.

Daher jetzt: ein herzliches Dankeschön! An all die Menschen, die in den vergangenen 9 Jahren auf einen der 999 Beiträge gestoßen und geblieben sind. An all diejenigen, die mir hin und wieder E-Mails schreiben, dass sie mich gerne lesen, obwohl sie mich ja eigentlich gar nicht kennen. Und natürlich auch ein Dankeschön an all diejenigen, die mich nicht nur lesen, sondern (inzwischen oder auch vorher schon) persönlich kennen.

In diesem Sinne, auf die nächsten 1000!

PS: Auch wenn die Überschrift des Postings auf dem Bild oben etwas anderes impliziert, war ich auf dem Profilbild daneben natürlich nicht nackt. Das Foto wurde im Jahr 2004 nach einer Bootsfahrt zu den Iguazu-Wasserfällen an der brasilianisch-argentinischen Grenze aufgenommen. Und da man dabei ziemlich nass wird, hatte ich danach mein T-SHirt ausgezogen. Also oben-, aber nicht ganz-ohne.

Aprilwetter

IMG_0560

So viel zum Thema April, April – macht was er will. In diesem Sinne, ich freue mich auf den Sommer!

Gras

IMG_0565

Aufgenommen in Wiley, Neu-Ulm am Sonntagmorgen. In diesem Sinne … nicht alles auf einmal rauchen!

Goldblond

IMG_0549

Hat mir irgendwie gefallen. Aufgenommen in Neu-Ulm am vergangenem Wochenende. In diesem Sinne …

Fischgucker

IMG_0393

IMG_0385

IMG_0395

Aufgenommen im Ozeaneum in Stralsund. In diesem Sinne …