Ich würde mich als schlagfertig beschreiben. Zumindest meistens fällt mir meist recht schnell eine passende Antwort ein, ganz egal, wie dumm die vorausgehende Konversation auch gewesen sein mag. Bei einer Frage komme ich allerdings regelmäßig ins Stocken: Nämlich immer dann, wenn jemand von mir wissen will, woher ich komme.
In knapp drei Wochen werde ich umziehen. Von Konstanz geht es nach Karlsruhe. Auf Dauer übrigens. Für länger. Ich muss aber auch wieder verstärkt mit der “Woher”-Frage rechnen. Allein heute, bei diversen Terminen in meiner neuen Stadt, habe ich sie zwei oder drei Mal gestellt bekommen. Meine Antwort war meist länger und überhaupt nicht schlagfertig.
Ich kann nicht ruhigen Gewissens “Konstanz” sagen, obwohl das sogar in meinem Ausweis und auf meinem Autokennzeichen steht. Vielleicht, weil ich dort erst seit neun Monaten lebe. Und weil ich auf dem Weg dorthin vier Mal in einem Jahr umgezogen bin.
Am meisten zuhause habe ich mich (in den vergangenen Jahren und zumindest bisher) in Berlin gefühlt, wo ich knapp drei Jahre gelebt, gearbeitet und studiert habe. Da ich aber nicht dort geboren wurde, würden mir die meisten Berliner aber übelnehmen, wenn ich mich dreist als Berliner bezeichnen würde. Schließlich war ich nur ein Zugezogener.
Richtig wohl fühlen würde ich mich mit der Behauptung ohnehin nicht. Studiert habe ich schließlich außerdem in Düsseldorf, stationiert war ich dagegen als Soldat ein gutes Jahr in Köln, ach ja, und zwei Monate in Germersheim. Und aufgewachsen bin ich sowieso in Wuppertal, wo ich in Jahren gemessen die meiste Zeit verbracht habe.
Geboren wurde ich allerdings dort nicht, sondern in einem kleinen Ort nebenan namens Haan – wie fast alle Wuppertaler in den späten 1970er Jahren. Der tollen Geburtsklinik dort wegen.
In diesem Sinne, keine woher-Fragen mehr bitte!








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