Roter September

2014-09-24-Weihnachtsmann1

Wenn der SWR im September “Last Christmas” spielt, kaufe ich eben Schoko-Weihnachtsmänner. Pah! Das habt Ihr nun davon.

In diesem Sinne, frohe Weihnachten!

Penisgröße

2014-09-23-Penis

Es gibt Bücher, bei denen vermutlich gar nicht so wichtig ist, was drinsteht. Viel wichtiger für die Kaufentscheidung ist, ob gerade die richtige Person an der Kasse des Buchladens steht.

In diesem Sinne, Augen auf beim Bücherkauf!

Regelunmäßig

Der Strich ist die Grenze. Als weiße Linie trennt er Radweg von Fußgängerweg. Darauf bestand die ältere Dame. “Sie dürfen hier nicht stehen”, fauchte sie den Mann an, der neben ihr an der Ampel an der Kreuzung Durlacher Allee und Wolfartsweierer Straße auf seinem Fahrrad saß und sich an der Ampel festhielt, während er auf grün wartete.

“Der Radweg ist da drüben”, fuhr sie mit lauter Stimme fort und schlug mit ihrem Stock gegen seinen Vorderreifen. Dabei deutete sie auf den Radweg auf der anderen Seite der weißen Linie, gut 30 oder 40 Zentimeter weiter rechts. “Hier ist für Fußgänger!” Wieder schlug sie gegen seinen Vorderreifen.

“Achten Sie lieber darauf, dass Sie heil über die Straße kommen”, entgegnete der Mann gelassen, fast freundlich, während die Ampel auf grün umsprang. Dann stieß er sich von der Ampel ab, um auf dem Radweg weiter geradeaus zu fahren.

Ach Deutschland, was wärst Du ohne Deine Regeln … in diesem Sinne!

Sonntagsbahnhof

ICE

Ich mag Bahnhöfe am Sonntagabend. Vielleicht weil ich sie früher nicht mochte. Früher fuhr sonntagabends immer mein Zug in Richtung Kaserne. Ich habe meine Arbeit bei der Luftwaffe gemocht. Ich habe dort für eine Zeitschrift geschrieben und fotografiert, bin viel gereist. Was mir nicht gefiel, war das Gefühl, keine Wahl zu haben. Fuhr ich Sonntagabends nicht zum Bahnhof, würden Montagmorgens die Feldjäger vor meiner Tür stehen – um es mal (ein bisschen) überspitzt zu formulieren.

Das ist inzwischen 15 Jahre her. Ich glaube allerdings, dass seitdem anders auf die Menschen schaue, die sonntagsabends die Bahnhöfe der Republik bevölkern. Wochenendpendler mit der gleichen wehmütigen Routine wie ich damals. Fernbeziehungsopfer, mal mit, mal ohne Abschiedskuss am Bahnsteig. Berufstätige, die am nächsten Morgen einen frühen Termin in einer anderen Stadt haben und deswegen ihr Wochenende vorzeitig beenden – leicht zu erkennen am leichten Business-Gepäck und der Anzugtasche. Studenten, die das Wochenende bei Mama und Papa verbracht haben, und nun mit einem Rucksack voll mit sauberer Unterwäsche in den ICE steigen. Meist brauche ich einen Menschen nur anzusehen und weiß, zu welcher Kategorie er oder sie gehört.

Sonntagabende am Bahnhof stehen für mich für Vergänglichkeit und Kontinuität gleichermaßen. Nichts lässt einen das Wochenende deutlicher spüren als freitagsabends zum Bahnhof zu fahren und in einen Zug zu steigen. Nie scheint dieses Gefühl weiter weg als an einem Sonntagabend auf Bahnsteig 3. All das sauge ich in mich auf, wenn ich ausnahmsweise mal wieder zur entsprechenden Zeit durch eine Bahnhofshalle laufe.

In diesem Sinne, gute Fahrt und schönes Wochenende!

Mettwurstsalat

2014-09-15-Mettwurstsalat

“Wir müssen das Rezept verkaufen”, beschwor mich I., während ich noch damit klarzukommen versuchte, dass mir diese eigenwillige Kreation tatsächlich geschmeckt hatte. “Die Leute werden es lieben!”

Mettwurstsalat? Ernsthaft? Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, wie sie überhaupt auf die Idee gekommen war, ausgerechnet  zum Frühstück Rucola, Oliven, Feta und allerlei weitere Ingredienzien mit Dressing und fein portionierter Mettwurst zu mischen. Fakt ist: es schmeckte – und das sogar ganz ausgezeichnet. Darum kann ich leider auch kein Foto sondern nur die leere Schüssel zeigen.

in diesem Sinne, I. hat Recht!

Vollmond

2014-09-08-Vollmond

Vollmond über Karlsruhe. In diesem Sinne …

Splentnisse

Samstagabendbier in Karlsruhe, oder: Ein Abend in Splittern und Erkenntnissen (= Splentnisse):

  • es gab kein Getränk, das wir bestellt haben, das die Kellnerin nicht zuerst an einen anderen Tisch bringen wollte.
  • es gab allerdings Getränkebestellungen von anderen Tischen, die wir später irgendwann bestellt haben, die die Kellnerin aber schon vorher an unseren Tisch bringen wollte.
  • Manche Bestellungen schien allerdings niemand bestellt zu haben.
  • Ein gutes Pils dauert 16 Minuten.
  • “Der Zweite kommt dann bestimmt noch … irgendwann.” (ernst gemeinte Antwort der Kellnerin auf den Hinweis, dass wir nicht einen, sondern zwei Flammkuchen bestellt hatten).
  • Besteck wird überbewertet.
  • Der rechte Eingang führt auch zur Toilette, allerdings ist der Weg langweiliger.

In diesem Sinne, frohes Feiern!

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