Reisewelten

Zwischenmiete

Selten war mein Hausstand so überschaubar: meine Möbel habe ich verschenkt, vieles auch einfach weggeworfen. Der Rest steht, ordentlich in Kisten verpackt, im Keller meiner Eltern. Wenn ich morgen nach Süddeutschland aufbreche, darf nur mitkommen, was in den Kofferraum meines Autos passt.

Theoretisch habe ich mich längst auf das vor mir liegende Nomadenleben eingestellt („Kopf oder Zahl„, „Leichtes Gepäck„). Praktisch ist es immer noch komisch, das eigene Zuhause von heute auf morgen gegen eine möblierte Wohnung zur Zwischenmiete einzutauschen – und dabei zu wissen, dass auf die erste Zwischenmiete noch einige weitere folgen werden.

Das Verbreitungsgebiet meines neuen Brötchengebers ist groß. In den nächsten zwei Jahren soll ich möglichst viel davon kennenlernen. Wie es nach dieser Zeit weitergeht, weiß ich nicht. Ein neues, dauerhaftes Zuhause muss ich mir dann erst wieder suchen. Ein komisches Gefühl.

In diesem Sinne, einen Gruß von der Straße!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Hallo Felix,

    wir kennen uns nicht, sind uns aber schon ein paarmal im WRF begegnet.
    Gerne lese ich deinen Blog, er ist manchmal ein Denkanstoss, manchmal ein Nachmittagsschmunzler und manchmal auch ein Durchdiefensterscheibebedemlebenandererzusehen.
    Ich wünsche dir einen wunderbaren Neustart im Süden Deutschlands, auch wenn du aus münchner Sicht ja eigentlich immer noch im Norden wohnst ;-)

    Zwischenmieten kann spannend, nervig und lustig sein, hat aber auf jeden Fall auch etwas von Reisen. Ich wünsche Dir dass du dies geniessen kannst!

    Liebe Grüße aus München Marion

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