Gedankenwelten

Umzugsschwund

Bei jedem guten Umzug, das weiß man, geht etwas verloren. Zum Teil ist das geplant und durchaus gewollt. Alles, was schon vorher aussortiert werden kann, muss nicht mehr in Kiste verpackt und auch keine Treppen mehr rauf und runter getragen werden.

Allerdings ist nicht jedes Zurücklassen intendiert. Man war sich eigentlich sicher, dass man ‚es’ eingepackt und mitgenommen hatte, trotzdem ist ‚es’, sind erstmal alle Kisten ausgepackt, plötzlich nicht mehr da.

Vielleicht merkt man den Verlust nicht gleich, vielleicht  vertröstet man sich selber, ‚es’ könne doch nicht einfach weg sein und werde schon wieder auftauchen. Doch dem ist nicht so. ‚Es’ bleibt verschollen, und am Ende ärgert man sich, dass man nicht sorgfältiger auf ‚es’ geachtet hat oder zumindest kurz vor der Abreise noch einmal kontrolliert hat, ob man ‚es’ wirklich mitgenommen hat.

‚Es’ kann viele Formen haben. ‚Es’ kann ein altes Tagebuch sein, ein Fotoalbum oder eine wertvolle Freundschaft. Wie wichtig ‚es’ ist merkt man leider immer erst, wenn man es aus Versehen oder aus Unachtsamkeit verloren hat.

In diesem Sinne, passt gut auf ‚es’ auf!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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