Beziehungsweise Fremde Federn Webwelten

Statusfrage

Früher gab es das nicht, da musste man es noch irgendwie im Gespräch herausfinden. Direkt danach zu fragen war schließlich, zumindest am Anfang, taktisch mehr als unklug.

Heute ist das freilich anders. Sozialen Netzwerken sei Dank kann man recht unkompliziert herausfinden, ob jemand vergeben, solo oder gar auf der Suche ist. Zumindest, wenn der oder die Betreffende dieses Profilfeld auch ausgefüllt hat. Für Jetzt.de, das Jugendmagazin der Süddeutschen Zeitung, Grund genug, um einmal eine Typologie der möglichen Antworten und der Menschen dahinter zu präsentieren.

Ein interessanter Ansatz. Viel faszinierender finde ich allerdings, mit welcher Akribie gerade frisch Getrennte den Status ihres Ex-Partners verfolgen – und wie unterschiedlich die Ansichten hier sind. Beschweren sich die einen, dass der oder die Verflossene schon nach wenigen Stunden von “vergeben” zu “solo” switcht, ist es für andere das schlimmste Vergehen überhaupt, hier nicht zeitnah öffentlich Nägel mit Köpfen zu präsentieren.

Wirklich richtig machen kann man es wohl nicht, das scheint irgendwie in der Natur der Trennung zu liegen. Nichts desto trotz finde ich es manchmal unheimlich, welche Bedeutung StudiVZ und Co an dieser Stelle insgesamt beigemessen wird. Aber das ist eine andere Geschichte.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Wechselspiel!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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