Gedankenwelten Tresenweisheiten

Klogedanken

Zuhause ist man erst, wenn man die Toilette auch nachts im Dunkeln findet. Wenn man also nicht gezwungen ist, den Schlaf brutal mit grellem Licht zu unterbrechen, bloß weil das Feierabendbier sein Recht fordert. Wenn man sich auch bei totaler Dunkelheit mit traumwandlerischer Sicherheit aus dem Bett schälen und in Richtung Wasserklosett wanken kann, so dass man dafür nicht wirklich aufwachen und anschließend fast übergangslos weiterschlafen kann.

Bei mir ist das noch nicht der Fall. Ich habe mir heute Nacht böse den Kopf gestoßen. Ich bin aber optimistisch, dass das bald nicht mehr vorkommt. Notfalls muss ich das im-Dunkeln-zur-Toilette-Gehen einfach noch etwas trainieren. Sofern das geht: vielleicht kann man das Zuhause-Sein auch gar nicht üben.

In diesem Sinne, das Spülen nicht vergessen!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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