Gedankenwelten

Drogenstrom

Mann: Elektrischer Durchlauferhitzer?

Ich*: Nein.

Mann: Waschmaschine?

Ich: Ja.

Mann: Trockner?

Ich: Nein.

Mann: OK, laut unserer Prognose verbrauchen Sie dann etwa 2000 Kilowattstunden im Monat.

Ich: Klingt für mich realistisch, aber da haben Sie ohnehin mehr Erfahrung. Wie hoch wäre dann die neue Abschlagszahlung?

Mann: Mo-ho-ment! Erfahrung bringt da gar nichts. Wenn Sie zum Beispiel eine Drogenplantage in der Wohnung haben, dann wäre der Verbrauch deutlich höher. Das kann ich ja gar nicht wissen.

Ich: Nein, Drogen baue ich in der Wohnung keine an. In so fern denke ich, 2000 Kilowattstunden ist schon ein guter Wert.

Mann: Hatten wir alles schon. Mit Drogen ist der Verbrauch eben höher.

Ich: Nein, wirklich, keine Drogenplantage.

Mann: Als ich mit meiner Frau zusammengezogen bin, haben wir 900 Kilowattstunden verbraucht. Aber wir waren auch sehr sparsam. Außerdem war ich sehr selten zuhause.

Ich: Ich fand die 2000 klangen realistisch für mich. Wie hoch wäre dann die monatliche Abschlagszahlung?

Mann: (sagt eine Zahl)

Ich: Super, vielen Dank. Brauchen Sie sonst noch etwas von mir?

Mann: Sie können ja nach drei Monaten nochmal den Zähler ablesen. Dann passen wir die Abschlagszahlung an. Wie gesagt, das ist manchmal wirklich sehr unterschiedlich. Hatten wir alles schon. Auch mit Drogen und so. Kann aber auch an der Frau liegen.

Ich: Schauen wir mal. Vielen Dank auf jeden Fall.

* beim Ummelden meines Stromvertrages. Wieso gerate eigentlich immer ich an die komischen Leute? In diesem Sinne: keine Macht den Drogen und so!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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