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Brüste klicken

Ich habe eine Brust geschenkt bekommen. Eigentlich darf man das ja niemandem erzählen, es  klingt irgendwie komisch. Dennoch ist es wahr. Und es hat einen Grund.

Wer in den vergangenen Jahren Felix’ Welt verfolgt hat, dem dürfte aufgefallen, dass manche Themen einfach besser klicken als andere – schließlich blogge ich regelmäßig darüber. Einträge über nacktes Duschen werden öfter aufgerufen als Reiseberichte, “Sex im Flugzeug” kommt einfach besser an als Gedanken zum Thema Adresshandel im Internet. Das gilt zumindest für die Zahl der Zugriffe, die über Suchmaschinen wie google generiert werden. Es scheint fast, als würde die große Mehrheit der Menschen das Internet vor allem oder vielleicht sogar ausschließlich aus sexuellen Gründen nutzen. (Welch kurioser Gedanke, ich weiß.)

In meiner beruflichen Online-Welt scheint das nicht anders zu sein. Natürlich hat man als Journalist einen gewissen Anspruch. Um so frustrierender ist es, wenn sich in der Tagesauswertung immer wieder nacktes Fleisch vor ernsthafte Nachrichten mogelt. Der Satz “Brüste klicken eben”, hat sich daher längst einen festen Platz im Mittagspausensprech erobert. Wohl ein Grund, warum ich vor einiger Zeit mit einer eben solchen bedacht wurde. Es geht eben nichts über gelebte Ironie.

In diesem Sinne, bitte nicht zu fest drücken/klicken!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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