Gedankenwelten

Fauler Pelz?

Bin ich froh, heute nicht in Heidelberg heiraten zu müssen. Dann müsste ich nämlich vermutlich anstehen, um mein „Ja“ (oder ggf. auch mein „Nein“) loswerden zu können. 

Ich kann das schreiben, denn so langsam gewöhne ich mich an meinen neuen Platz im Straßenatlas. War Heidelberg früher, von Berlin aus, noch gut sieben Stunden weg, ist es jetzt nur noch halb so weit. Dieses Wochenende habe ich das genutzt und eine Freundin dort besucht. 

Ein schönes Städtchen, das muss ich zugeben. Nur scheint der halbe Ort demnächst vor den Traualtar treten zu wollen. Sage und schreibe zwölf (zwölf!) Junggesellen- und Junggesellinnen-Abschiede haben wir gestern Abend in der Altstadt gezählt. 

Bin ich ein schlechter Mensch, weil ich mich nicht in diese Schlange einreihen möchte?

Zwar war bzw. bin ich allein in diesem Jahr zu drei verschiedenen Hochzeiten eingeladen. Ich freue mich darauf. Hochzeiten sind, immerhin, meist recht lustiger Grund zum Feiern.
Der Wunsch, selber so eine Feier organisieren zu wollen, ist aber noch ziemlich weit weg.

In diesem Sinne, ein Grund zum Grübeln?

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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