Tresenweisheiten

Zitat

Keine Ahnung, wieso ich gerade jetzt darauf komme: eine sehr gute Freundin von mir hat vor Monaten einmal einen Satz gesagt, den ich mir damals aufgeschrieben habe, um ihn nicht zu vergessen. Ich hatte gehofft, irgendwann einmal einen Blog-Eintrag daraus zu basteln, allerdings ist das nie passiert.

Das Zitat fristet seitdem ein recht zurückgezogenes Dasein, niedergeschrieben und fast vergessen in einem meiner Notizbücher. Doch dafür ist es eindeutig zu schade. Darum möchte ich ihm nun hier endlich die verdiente Bühne eröffnen.

Gesagt hat diesen schönen Satz meine sehr gute Freundin J., als wir über das Weggehen und das Ankommen diskutierten. Eine Situation, die wir beide recht gut kennen. Eine Situation aber, die sich viele andere Menschen ein Leben lang nicht wirklich erschließen wird, weil deren Weggehen und Ankommen immer mit Netz und doppeltem Boden geschieht. 

Ankommen ist nämlich keineswegs immer Urlaub. Ankommen ist aber immer auch Arbeit. Ankommen, das heißt, die eine Welt auf Kosten der anderen hinter sich zu lassen. Ankommen heißt Umdenken.

Ankommen, das ist nicht zwangsweise so dramatisch, wie ich es jetzt formuliere. Ankommen ist, als würde man einen Hamster in ein Aquarium werfen und sagen: ’nun guck, dass Du Freunde findest‘. So hat es meine gute Freundin J. formuliert. Ich finde das ganz treffend. Darum habe ich es auch in meinem Notizbuch festgehalten. 

In diesem Sinne, das mit dem Hamster bitte nicht zu Hause ausprobieren!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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