Wortstau

Ich glaube, manchmal weigern sich die Worte absichtlich, aus meinem Kopf in meine Finger und anschließend in die Tastatur meines Laptops zu fließen. Schon frustrierend. Seit gefühlten drei oder vier Ewigkeiten starre ich nun also auf den Bildschirm, sortiere Gedanken, schweife ab, sortiere erneut und bekomme doch keinen vernünftigen Satz geschrieben (wohl aber diverse Satzanfänge, die ich nicht lösche, denn vielleicht kann ich sie ja doch irgendwann mal brauchen; also sammeln sie sich nun am Ende der Seite, zwischen leerem Raum und Literaturverzeichnis und warten auf ihren finalen Todesstoß).

Für all die, die mich nicht kennen: ich schreibe gerade an meiner Abschlussarbeit, Thema: „Gefährden private Militär- und Sicherheitsfirmen das staatliche Gewaltmonopol“. Damit versuche ich mir einen Master in Politik und Soziologie der Humboldt-Uni zu Berlin zu verdienen. Den Bachelor habe ich vor drei Jahren in Düsseldorf gemacht, bin ein wenig gereist und wohne nun seit bald zwei Jahren in dieser großartigen und größten Stadt Deutschlands.

Dieses Blog hier ist ein Versuch. Als ich vor zweieinhalb Jahren für mehrere Monate auf Reisen war, habe ich meine Reiseerlebnisse (und was mir sonst so einfiel) via email an einen anfangs ca. 50, später ein paar mehr Leute umfassenden Verteiler geschickt. Einige davon haben mir später erzählt, sie hätten sich immer sehr über meine Mails gefreut, ein paar fanden sogar, ich solle doch einfach weiter schreiben, egal ob nun Reisebericht oder nicht. Eigentlich haben sie recht. Denn: schreiben tue ich sowieso, da kann ich meine geistigen Ergüsse auch ruhig via Blog in die Welt schreien (wenn ich sie schon nicht für meine Masterarbeit brauchen kann).

In diesem Sinne – viel Spaß beim Lesen!

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