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Wiederholungstäter

Ich fühle mich gerade, als hätte ich mein halbes Leben in Athen verbracht. Mindestens. Dabei ist dies, meinen ersten Aufenthalt vor zwei Wochen mitgerechnet, erst mein dritter Tag in der Akropolis-Stadt.

Das vertraute Gefühl, das ich dabei empfinde, ist allerdings deutlich älter. Wann immer ich während einer Reise einen Ort ein zweites Mal besuche, überfällt es mich. Seinen Ursprung hat es im Kontrast.

Beim ersten Besuch hatte ich keine Ahnung. Jeden Weg, jeden Kniff musste ich mir erkämpfen. Wie komme ich vom Flughafen/Hafen/Busbahnhof in die Stadt? Wo werde ich übernachten? Wo gibt es etwas preiswertes zu essen? Wo geht man abends hin? Und wie bewegt man sich in dieser Stadt (ja, ich behaupte, jede Stadt hat da einen ganz eigenen Rhythmus!)?

All das fällt beim zweiten Mal weg. Zumindest ein bisschen. Allerdings ohne, dass man schon so sehr zuhause ist, dass man sich dessen nicht mehr bewusst ist. Das macht den besonderen Zauber des Zweiten Mals aus. Dumm nur, dass er meist mit dem Verlassen des Ortes, nicht selten mit dem Ende der Reise verbunden ist.

In diesem Sinne, Gruß nach Zuhause – wo immer das ist…

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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