Mitmenschen Sportlich Zeitreisen

(Un-)Sportlicher Vorsatz

2013-01-08-Neujahr

Das war vor einem Jahr noch ganz anders. 2012 konnte man sich im Januar eigentlich gar nicht ins Fitnessstudio trauen. An den Laufbändern, Fahrrädern, Crosstrainern – und an den Geräten sowieso: überall übereifrige Neujahrsvorsätze. Jetzt mache ich ernst, war auf ihren Gesichtern zu lesen. Und: Die Weihnachtspfunde müssen weg!

In Fünfergruppen ließen sie sich von Gerät zu Gerät führen. Dass während der Einweisung immer nur einer tatsächlich trainierte, während die übrigen vier sportlich guckend daneben standen, schien zweitrangig. Was zählte, war der Vorsatz.

Der hielt dann auch tatsächlich mehrere Wochen an. Etwa bis Mitte Februar, würde ich sagen. Genau so lange machte das Training im Fitnessstudio nur bedingt Spaß. Man musste tatsächlich anstehen, um was für seinen Rücken, seine Bauchmuskeln oder auch nur seine Ausdauer zu tun.

Zum Glück verebbte der Ansturm genau so plötzlich, wie er gekommen war. Von einem Tag auf den nächsten war alles wieder normal.

Ganz anderes in diesem Jahr. Kein Ansturm, kein Gedränge – und keine Ahnung, woran das liegt. Drückt mir die Daumen, dass es so bleibt.

In diesem Sinne, auf die Neujahrsvorsätze!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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