Gedankenwelten

Geht nicht (Platzmangel)

Mein Schreibtisch ist zu klein. Ich muss nun echt voran machen mit meiner Master-Arbeit, aus verschiedenen Gründen, doch so geht das nicht. Der Platz reicht einfach nicht.


Vor mir steht der Laptop, links davon der Drucker und ein Stapel Notizzettel. Die sind wichtig, denn ich schreibe mir dauernd irgendwas auf. Dazu: ein halb gefüllter Becher mit Kaffee, Handy und Festnetztelefon, allerlei Bücher und Berge aus Kopien und Notizen, zum größten Teil wild durcheinander weil ich gerade an mehreren Kapiteln gleichzeitig schreibe.

Suche ich etwa die Zusammenfassung von Shearers “Private Armies” muss ich erst Frau Holmqvist, Frau Avant und Herrn Kümmel zur Seite räumen. Brauche ich später wieder eine Zusammenfassung der Werke dieser Damen und Herren, muss Shearer wieder weichen und verschwindet unter P. W. Singer. P. W. brauche ich aber eigentlich ständig und komischerweise hat dieser Mann die Eigenart, sich immer andauernd unter Weber zu verstecken.

Wie gesagt: so geht das nicht. Ich brauche einen größeren Schreibtisch. Oder besser noch: eine Sekretärin. Dann würde mich auch nicht immer wieder das Telefon beim Arbeiten unterbrechen. Außerdem könnte ich sie jetzt bitten, mir noch einen Kaffee aufzusetzten. Weil ich aber keine Sekretärin haben, muss ich das nun selber tun.

In diesem Sinne, frohes Wühlen!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.