Bulgarien Splitter

Bulgarisch Busfahren

2013-09-09-Bulgarisch-Busfahren

  • Busfahren in Bulgarien ist anstrengend – besonders für die Fahrkartenverkäufer in Sunny Beach und Nessebar. Egal wie voll der Bus ist, nach jeder Haltestelle kämpfen sie sich einmal von hinten nach vorne durch den Bus, um den neu zugestiegenen Fahrgästen Fahrkarten zu verkaufen.
  • Eine noch schwierigere Aufgabe haben die Fahrkartenkontrolleure. Sie kommen nach den Verkäufern und müssen die Nummer jeder einzelnen Fahrkarte mit den Nummern auf einer umfangreichen, handgeschriebenen Liste abgleichen. Steht die Nummer der Fahrkarte auf der Liste, wird sie angerissen und anschließend auf der Liste abgehakt.
  • Anders ist es in Sofia im Bus vom Flughafen in die Stadt. Hier weigerte man sich, unser Geld anzunehmen. „Haben wir was falsch gemacht?“, fragten wir uns. Wenn dem so war, waren wir nicht allein. Auch die später zugestiegenen Fahrgäste versuchten vergeblich zu bezahlen.
  • „Bitte nicht mit dem Fahrer sprechen“ und „Schwarzfahren lohnt sich nicht: 40 Mark Strafe“ – um die Schilder in vielen bulgarischen Bussen zu lesen, muss man kein bulgarisch können. Zumindest in den Städten scheint es sich fast ausnahmslos um alte deutsche Linienbusse zu handeln.
  • „Mir ist sooo langweilig“, quengelte das Kind auf deutsch vorne im Bus. „Wir sind ja bald da“, beruhigte die Mutter, „und heute Abend darfst Du vor dem Hotel wieder zugucken, wie die ganzen Falschparker abgeschleppt werden.“

In diesem Sinne, einsteigen bitte!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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