Karriere Zeitreisen

A81

Mit der A81 ist es wie mit schlechtem Essen: Man kommt nicht völlig um sie herum, letztlich erfüllt sie aber ihren Zweck.  Ob das Essen respektive Fahren Spaß macht, steht freilich auf einem anderem Blatt. Denn selbst wenn die A81 südlich von Stuttgart als eine der leersten Autobahnen Deutschlands gilt, und man meist entsprechend Gas geben kann, zieht sich die Straße gefühlte Ewigkeiten hin. Ausfahrten wie „Sulz“ und „Rottenburg“ vermitteln eben nicht wirklich das Gefühl von positiver Vorwärtsbewegung.

Trotzdem lernt man, wenn man in Konstanz wohnt, recht schnell die Vorteile der A81 zu schätzen. Schließlich ist sie immer noch der schnellste Weg nach Norden – egal ob man nun nach Hamburg möchte oder (wie ich heute) einfach nur bis nach Stuttgart.

Persönlich interessant finde ich die A81, weil sie an (beinahe) jeder meiner bisherigen Wohn- und Arbeits-Stationen in Baden-Württemberg vorbeiführt. Mehr noch: Fahre ich von Süden nach Norden fliegen diese sogar chronologisch sortiert an meinem Seitenfenster vorbei: Radolfzell, Singen (Htwl.), Donaueschingen, Villingen.

Nur für meine nächste Station muss ich dann doch noch mal die Autobahn wechseln: Um nach Karlsruhe zu gelangen, muss ich bei Stuttgart auf den großen Bruder der A81 fahren, nämlich auf die A8. Irgendwie passt das, finde ich. Anders als die A81 ist die A8 nämlich voll mit Baustellen und Staus – kurz gesagt: eine ganz neue Herausforderung. Ich freue mich aber darauf!

In diesem Sinne, ich blinke dann mal!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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