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Überhitzt

2013-11-30-Heizung

Es gibt Dinge, die werde ich wohl nie verstehen. Warum können Frauen zu jeder Jahreszeit einen Schal oder ein Tuch um den Hals tragen? Wieso bleiben manche Autofahrer auf der Autobahn wie festgeklebt auf der mittleren Spur, selbst wenn rechts über Kilometer kein Auto zu sehen ist? Und warum heizen die meisten Geschäfte im Winter, als würden ihre Kunden in Shorts und T-Shirt shoppen?

Nein, ehrlich – ich verstehe das einfach nicht. Erst kürzlich wollte ich mir ein Hemd kaufen. Draußen waren es vielleicht zwei Grad, für die Nacht war Frost angesagt. Dennoch hätte ich mich am liebsten bis auf die Unterhose ausgezogen, nachdem ich das erste Geschäft betreten hatte. Drinnen waren es mindestens 25 Grad – selbst die Verkäuferinnen, allesamt im T-Shirt, schienen zu schwitzen.

Wer einkauft, betritt das Geschäft von draußen. Im Herbst oder Winter wird er also der Witterung angepasste Kleidung tragen. Möglicherweise hat er sogar Handschuhe dabei, vielleicht einen Schal. Die Chance dagegen, dass der Kunde Shorts, ein leichtes T-Shirt oder gar Badesachen zum Wechseln dabei hat, sind Ende November eher gering.

Darum, liebe Ladenbesitzer: Natürlich freut sich der Kunde, wenn er sich bei Euch ein wenig aufwärmen kann. Aber muss es immer gleich tropisch sein?

In diesem Sinne, für realitätsbezogenes Heizen!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

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