Beziehungsweise Frauen

Maria

Nennen wir sie Maria. Ihr richtiger Name tut ohnehin wenig zur Sache. Ich kenne sie seit ein paar Jahren. Ein Zufall hat uns damals zusammen geführt. Als wir noch in derselben Stadt gewohnt haben, haben wir uns sporadisch alle paar Wochen getroffen. Wir mochten uns, aber so richtig haben wir es nie über die Small-Talk-Ebene hinaus geschafft. Bis heute ist mir ein Rätsel, wie wir es hinbekommen haben, zum Teil stundenlang nur an der Oberfläche zu bleiben. 

Natürlich gibt es Menschen, zu denen man einfach keinen Draht findet. Normalerweise lässt man es dann aber irgendwann einfach gut sein. Mit Maria dagegen habe ich noch heute Kontakt. Wir wohnen jetzt zwar gut 800 Kilometer auseinander, dennoch schreiben wir uns regelmäßig Emails. Mehr noch, ich habe den Eindruck, als hätten wir beide gern zu einer persönlicheren Ebene gefunden. Nur hat das irgendwie nie funktioniert. 

In diesem Sinne: Wie kann es sein, dass offenbar beide wollen, aber keiner kann?
Schlaue Antworten bitte zuerst!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

19 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Kombinier doch einfach die beiden letzten Blogs! Finde „Maria“ und „Find Dis Glück“ passen sehr schön ergänzend zusammen ;-)

    Und mal im Ernst: Wer auf solche Fragen eine gute Antwort hat, den schlage ich umgehend für irgendeinen Preis vor!

  2. Ich hätte gerne den Preis! Darf ichs mir aussuchen?

    Der „Trick“ ist ganz einfach und ich „probiere“ (ist nicht das richtige Wort, weil es nach einer Strategie klingt, aber garkeine ist, sondern eher Vertrauen in die Intuition) es in letzter Zeit immer öfter aus, bei Menschen, die mir sympathisch sind und wo ich das Gefühl habe, da ist mehr: einfach mal persönlicher werden. Einfach mal mutig sein und das ansprechen, was man normalerweise nicht anspricht. Das erzählen, was einem grad auf der Seele brennt. Oder nachfragen, wenn man denkt, das könnte dem anderen auf der Seele brennen. Die wunderbare Erfahrung: es funktioniert. Nicht immer, aber ab und zu und das wars den Mut wert.

    Es funktioniert sogar bei Männern, die ja normalerweise nicht so gerne in den Abgrund ihrer Seele blicken lassen.

    In diesem Sinne: mutig sein!

    die Bea (oder der Bär aus dem WRF)

  3. Werde eine kleine Stichprobe (repräsentativ natürlich) erheben, die die von Dir vorgeschlagene Strategie, die keine ist, umsetzt und werde die Ergebnisse mit einer unausgelesenen Kontrollgruppe vergleichen. Die Ergebnisse werden dann veröffentlicht. Solange hast Du Zeit, Dir einen Preis zu überlegen ;-)

  4. It aint working.

    Aufgrund der Kürze der Zeit fehlt zwar die Kontrollgruppe, aber von den 4 Freiwilligen sind 3/4 der Stichprobe voll auf die Nase gefallen. Oder wissenschaftliche formuliert: Die Ergebnisse blieben doch deutlich hinter den Erwartungen zurück und eine weitere wissenschaftliche Verfolgung der These scheint wenig erfolgsversprechend.

    Allerdings bekommst Du nen Preis für den Mut, mit dem Du auf andere zugehst. Schon ne Vorstellung, was es sein soll?

  5. Tja, das Leben ist halt keine Wissesnschaft…

    Ja! Ich hätte gerne einen Pandabären. Einen echten. Da ich aber weiß, dass dieser Wunsch nur sehr schwer zu erfüllen ist (wie den Bären über die chinesische Grenze kriegen) würde mir im ewigen diesjährigen Winter schon ein Tag Sonne mit Temperaturen um etwa 16-18 Grad reichen. Aber bitte an einem Sonntag, da ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich frei habe und es in vollen Zügen auskosten und genießen kann, am höchsten.

    Und?

  6. Einen Pandabären über die chinesische Grenze zu kriegen ist relativ einfach. Vorausgesetzt, Du meinst nicht das lebende Exemplar sondern das folgende:
    http://www.muenzdiscount.de/shop/product_info.php/info/p305_Chinesischer-Panda-1-oz-Silber–2009-.html/XTCsid/ad82599f510e83241f3156307b89126e (keine Werbung, sondern nur zur Ansicht…)

    Da mein kleines Forschungsinstitut aber unter akutem Geldmangel wegen Reiseplänen leidet, werde ich mal versuchen, was sich wettertechnisch machen lässt. Die Sonntage im April sind jedenfalls schon mal reserviert.
    Und sonst gilt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung ;-)

  7. Das ist ein Ammenmärchen. Das haben sie uns als Kind immer schon erzählt. Genauso wie „Vom Küssen wird man schwanger“ oder „Vom Fernsehen kriegt man viereckige Augen“. Ich kann dir eins sagen: seit fast zwei Jahren WEISS ich, dass es schlechtes Wetter gibt und zwar völlig unabhängig von der Ausrüstung! Ich hätte gerne den nächsten Sonntag, wenns geht. Heute lag nämlich fett Schnee.

    Ich meine natürlich einen echten. Im Ernst. Pandas als Stofftier und auf Socken und auf einer Vase hab ich schon. Es wird Zeit für einen richtigen Pandabär. Was für ein Forschungsinstitut?

  8. In punkto Ausrüstung und Ammenmärchen muss ich Dir leider widersprechen. Bin seit meinem 14 Lebensjahr auf diversen Flüssen mit dem Kajak unterwegs zu unmöglichsten Witterungsbedingungen und kann Dir versichern, die Ausrüstung hat seit den letzten 15 Jahren einiges rausgerissen. Gleiches gilt beim Biken, auch da ist die Tech-Wear in neue Dimensionen gegangen.
    Was das Schwangerwerden vom Küssen angeht, bin ich mir nicht so ganz sicher. Korrelationsstudien zeigen, dass die meisten schwangeren Frauen auch vorher geküßt worden sind ;-)
    Nur in punkto TV und eckige Augen hast Du absolut recht. Sie werden nicht viereckig, sondern pixelig und führen darüber zu Sehschwierigkeiten…

    Das mit dem Forschungsinstitut war nur semi-ernst gemeint, schreibe gerade an einer wissenschaftlichen Arbeit…
    Und die hält mich gerade von Kajak und Bike fern :-(

    Am Sonntag wird bedauerlicherweise das einzig sonnige das „Sonn“ in „Sonntag“ sein. Tut mir leid, war leider nicht mehr zu machen, Petrus hat gerade seine Resturlaubstage genommen und wird nicht vor April zurückerwartet…

    Insofern also: trotzdem ein schönes WE!

  9. Irgendwie hab ichs geahnt, dass jetzt in die Outdoor-Ausrüster-Kiste gegriffen wird ;-) nichtsdestotrotz: spannende Freizeitbeschäftigungen und da kann ich natürlich auch noch meinen Senf dazu geben, weil ich natürlich auch beides schon gemacht hab (natürlich! ;-) und: ja, du hast Recht. Bei solchen Unternehmungen ist die Ausrüstung ein ganz entscheidender Faktor.

    Aber nehmen wir mal den Alltag, so every day life, da muss ich leider sagen: mein Gemütszustand bessert sich nicht, wenn ich an 340 Tagen im Jahr am Besten meine weißen Gummistiefel mit roten Mareienkäfern trage, weil es regnet und matischig ist und die Kombination von beidem jeden Schuh, der einen nicht wie ein Volltrampel aussehen läßt, ruiniert. Auch wenn die Gummistiefel noch so schön sind. Und ich hab nun mal grade das Gefühl, dieser Winter endet nie, ich lebe sowieso in der falschen Region der Welt und ich freu mich auf die Nacht, da ist es dunkel und ich sehe wenigstens nicht, wie scheiße das Wetter ist! ;-)

    Ich gebe zu, da wiederum würden mir die vpixeligen Augen grad helfen, dann säh das Drama anders aus. Meine Eltern sind schuld, die haben mich nicht oft genug fernsehen lassen!!

    Worum gehts in der Arbeit? Bist du Meteorologe?
    ;-)
    Und was ist überhaupt mit Felix – der hält sich journalistisch korrekt aus allem raus oder was?
    ;-)

    Petrus ist einfach nur ein nichtsnutziger Halbgott. Wieder ein Sonntag ohne Sonne. Da frag ich mich, warum ich den Preis gewonnen habe….

    wünsch ich dir auch. Trotz allem! ;-) Gut, dass ich mit dir drüber reden konnte.

  10. 340 Tage mieses Wetter?!? Da wohnst Du definitiv in der falschen Stadt. Ich muss wenigstens nur übern Berg und raus aus dem Talkessel (Himmelsrichtung egal), dann ist es sonnig.

    Meteorologe triffts nicht ganz, mit dem „Gut, dass wir drüber reden konnten“ bist Du schon dichter dran ;-)

    Und Petrus ist nur Apostel, Halbgötter gibt es bei den Griechen oder in der Medizin…

    Ach ja: Was die Wetterbestellung angeht, ab Donnerstag gehts richtig aufwärts und das WE soll schön sein. Zufrieden?

  11. Psycho-Onkel?

    Ich weiß das. Ich bin nämlich eine Theologentante. Ich dachte, wenn ich ihm den Status eines Halbgotts verleih, dann fühlt er sich geschmeichelt und bemüht sich ein bißchen mit dem Wetter. Und siehe da: heute scheint in Kassel die Sonne! Das ist der Beweis: Petrus ist definitiv ein Mann!

    Donnerstag? Bei dir vielleicht. Siehe oben!

  12. In der Richtung…

    Ist denn Dein Chef nicht erbost, wenn Du seine Untergebenen ohne Rücksprache mit ihm einfach beförderst?
    Und ja, Petrus ist ein Mann, schließlich hat er doch statt zu verhandeln dem Römer ein Ohr abgeschnitten ;-)

    Wenn Du schon mal in nem Kajak gesessen hast, kennst Du sicher das Motto „Rain is liquid sunshine!“ Gilt auch für Kassel oder etwas weiter südlich (mein BaseCamp…) ;-)

  13. Hm, also ich meine die Person zu kennen, von der Du hier sprichst und kann dazu nur sagen: In dem Fall hätte mutig sein wahrscheinlich funktioniert, weil sie, was Zwischenmenschliches angeht, eine ziemliche Memme ist. Also, wenn jetzt wirklich von der die Rede ist, die ich meine :-)

  14. Was sind denn das hier für vibrations in Felix‘ Welt?!

    Mein Chef ist eigentlich der Herr Reize und ich glaube, dem ist es egal, wenn ich Petrus befördere ;-). Außerdem hab ich „nur“ Religionswissenschaften studiert und da auch Schwerpunkt Islam und Buddhismus, bin also keine richtige Theologin.

    Aber was anderes: danke. Ich lag gestern den ganzen Tag in der Wiese in der Sonne und hab meinen Preis in vollen Zügen, jede einzelne Sekunde, jeder einzelne Sonnenstrahl, genossen!

    Rain is liquid sunshine? In den Tropen vielleicht. Aber sicher nicht in Nordhessen. No discussion ;-).

  15. Felix, setz doch einfach mal des Bären Vorschlag um und stürz Dich ehrlich in die Begegnung. Vielleicht noch, bevor Du weißt, ob jene „zwischenmenschliche Memme“ den Alias „Maria“ trägt. Denn mal ehrlich, ändert es etwas, zu wissen, ob sie genauso schüchtern ist, wenn sich danach trotzdem keiner traut?

    Die Tatsache, dass meine kleine Studie im Mittelwert voll gegen die Wand ging, heißt ja statistisch gesehen glücklicherweise gar nichts für den einzelnen. Das ist ja das schöne an statistischen Mittelwerten ;-)

    Und Bea, das mit der Sonne gestern war ein Klacks, habe die alte Regel angewandt: Wenn ich den Tag verpenne, ist garantiert Sonnenschein mit über 20 Grad…

  16. Ängste können ein echter Fluch sein and they let us sometimes act like fools….

    Val und Felix: ich geh heute nach Sumatra! Den Tiger streicheln. Und: Experiment vielleicht in einem ersten Versuch misslungen, aber so lange der Patient noch lebt, kann man es doch nochmal probieren. Aber dazu muss man die Ängste loslassen. Und fliegen. Psychologen wissen das doch. Einfach mal die Grundlagen anwenden.

    Val: kannst du dich vielleicht heute und an Ostern nochmal ins Bett legen und schlafen?

  17. Enjoy Ur Time In Sumatra!

    Und kleine Psycho-Nachhilfe: Therapeutisch ist, was im Mittelwert hilft ;-) Bei Angst hilft Konfrontation, so gesehen hast Du also recht. Aber auch nur im Mittelwert…

    An Ostern bin ich definitiv Biken und/oder im Boot, sorry…

    Rain is liquid sunshine anyway und egal wo ;-)

  18. Sumatra muss noch ein bißchen warten, war nur im Museum ;-(. Aber hier ist jetzt ja auch Tropen, zumindest ein bißchen. Oh Mann, ich hab jede einzelne Sekunde genossen – die Sonne hat mich einfach nur glücklich gemacht und das Leben war purer Spaß!

    Sunshine is liquid gold….

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