Beziehungsweise

Find Dis Glück

2009-03-13-liebeskarte1Eine Schweizer Firma („Romanza“) möchte für mich nach unverheirateten Damen ab 20 Jahren suchen. So stand es jedenfalls auf der Rückseite dieser Karte (links), die ich vorhin in meinem Briefkasten gefunden habe. Fast hätte ich sie weggeworfen, aber vielleicht ist es ja gar keine so schlechte Idee.

Zumindest wäre ich damit nicht der einzige. „Wenn ich bis 30 noch solo bin, dann suche ich mir via Internet einen Mann“, hat vor einiger Zeit eine Freundin zu mir gesagt, deren Name ich an dieser Stelle lieber nicht nennen werde. „Wir haben uns über so eine Partnerbörse kennengelernt“, gestand mir wiederum ein anderer, namenloser Freund. Er feiert ebenfalls in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag, wird diesen Tag aber vermutlich mit seiner neuen Freundin zusammen begehen.

Was haben Männlein und Weiblein eigentlich vor der Erfindung von Partnerbörsen und Internet zueinander gefunden? Irgendwie muss das doch früher auch schon funktioniert haben – sonst wäre die Menschheit doch niemals über die Steinzeit hinaus gekommen.

Oder liegt es an uns? Man sollte doch meinen, all die Möglichkeiten, neue Menschen kennen zu lernen, würden es einfacher machen. Das Gegenteil scheint der Fall. War früher die lokale Eisdiele die einzige Chance, ein Date an Land zu ziehen, werden wir heute von den Möglichkeiten schlicht erschlagen. 

Sind wir, die vermeintlich modernen Menschen, einfach viel zu kompliziert geworden? 

In diesem Sinne, Antworten sind willkommen!

Journalist und Geschäftsführer eines Nachrichtenportals, schreibt hier privat. Mag Hotelbetten, Ernest Hemingway, Berlin, Erich Kästner, Wuppertal, Schreiben mit Füller, schöne Kneipen, dicke Bücher, Fotografieren, scharfes Essen und kaltes Bier.

1 Kommentar Neues Kommentar hinzufügen

  1. Partnerbörsen gab es doch auch früher schon! Zwar nicht über das Internet, aber zwischen den Eltern der Kinder in einem Dorf, da wurde das eben „verkuppelt“.

    Gruß

    B.B.

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