“2,5 Mrd raus für’n Umweltschutz oder Berlin brennt!” – gesehen in Hamburg nahe den Landungsbrücken.
“Wer schneller is(s)t, wird satt!”
In diesem Sinne, schönen Abend noch!
“2,5 Mrd raus für’n Umweltschutz oder Berlin brennt!” – gesehen in Hamburg nahe den Landungsbrücken.
“Wer schneller is(s)t, wird satt!”
In diesem Sinne, schönen Abend noch!
Danke für die Glückwünsche. Sowohl zum Geburtstag – als auch zur Hochzeit. Die Braut, Ihr Bräutigam und ich haben uns sehr gefreut.
Ich weiß, ich habe das auch vor einem Jahr schon geschrieben, trotzdem bin ich immer noch fasziniert: seit Facebook an Geburtstage erinnert, gratulieren mir Leute, die ich seit Jahrzehnten (!) und zum Teil sogar noch nie gesehen habe. Dieses Jahr allerdings nicht nur zum Geburtstag, was zwei Gründe hat.
Gleich mehrere meiner Facebook-Freunde haben hier 1+1 zusammengezählt – Hochzeit plus Felix – und sich mit mir über meine vermeintliche Hochzeit gefreut. In einem Kommentar wurden sogar recht eindringlich die Baby-Frage gestellt.
Ich kann das verstehen. Schließlich ist es nicht meine erste Hochzeit. Vor einiger Zeit haben eine gute Freundin und ich aus einer Schnapslaune heraus unseren Beziehungsstatus bei Facebook auf “verheiratet” geändert – mit der Folge, dass unsere Hochzeit begeistert begrüßt wurde. Es hagelte Glückwünsche – zumindest bei mir.
Da fragt man sich doch, warum man eigentlich noch im wahren Leben heiraten soll. Facebook reicht ja anscheinend völlig. In diesem Sinne …
Wenn ich mal ein Telefon ohne Wählmöglichkeit verkaufen möchte oder ein Fahrrad ohne Rahmen: ich werde es sonntags tun. Dann kaufen die Leute nämlich alles. Dieses Gefühl hatte ich zumindest gestern Nachmittag, als ich durch die Karlsruher Innenstadt gelaufen bin.
“Verkaufsoffener Sonntag” – das klingt in der Theorie reichlich unspektakulär. In der Praxis aber heißt es, dass sämtliche Bewohner einer Stadt sich einig sind, an diesem einen Sonntag die Innenstadt zu stürmen. Selbst Geschäfte, die sonst menschenleer sind, werden plötzlich von wahren Menschentsunamis geflutet. Dinge, die sonst niemand haben möchte – sonntags prügeln sich die Massen darum.
Gut, der letzte Teil war vielleicht übertrieben. Geprügelt hat sich zumindest meines Wissens niemand. Trotzdem frage ich mich, was ein Tag wie der gestrige, verkaufsoffene Sonntag über den Menschen an sich aussagt. Muss man wirklich einfach nur sonntags seinen Laden öffnen und schon kauft er, was das Zeug hält?
Die Antwort lautet ja. Nicht anders funktionieren die Verkaufssender im Fernsehen. Gekonnt präsentieren sie einem nicht nur ein Produkt, sondern vor allem die scheinbar einmalige Chance, dieses Produkt zu besitzen. Ob man es überhaupt braucht, wird da schnell zweitrangig. Schlägt man jetzt nicht zu, wird man es schließlich nie erfahren – und bekommt auch nicht die beiden Ersatzbürsten gratis mit dazu. Gratis! Wen interessiert da noch, ob man die Bürsten überhaupt braucht?
Kurioserweise klappt dieses Prinzip auch zwischenmenschlich. Ich habe mich schon mehrfach selbst dabei erwischt, wie mir eine Frau erst dann gefiel, wenn sich ein anderer Mann für sie interessiert hat. Möglich, dass sie kurz vorher noch bei mir abgeblitzt ist – wenn sich nun jemand anders um sie bemüht, dann weckt das plötzlich doch mein Interesse. Jagdinstinkt? Vermutlich auch. Vor allem aber tendiert der Mensch nun einmal dazu, sich auf das zu stürzen, was knapp zu werden droht. Das Grundprinzip jeder Marktwirtschaft.
Gekauft habe ich am Sonntag jedenfalls nichts. Es war mir einfach zu voll. Statt dessen habe ich mich in ein Café am Marktplatz gesetzt und habe in aller Ruhe ein Weißbier getrunken, während ich dem Wahnsinn um mich herum zugeschaut habe. Sehr entspannend – gerade weil alle anderen so im Stress waren.
In diesem Sinne, einen schönen Start in die neue Woche!
Es wird mal wieder Zeit für Sex im Flugzeug, finde ich. Obwohl Sex im Flugzeug längst nicht mehr das ist, was er mal war.
In den Suchbegriffen, mit denen die Menschen auf Felix’ Welt gelandet sind, kommt er nämlich nur noch ganz am Rande bzw. am Ende der Liste vor – weit abseits der Top-Liste.
Hier die Top-5 für September:
In diesem Sinne, frohes Suchen – und Finden!
Der Laden ist nur ein paar Gehminuten von der Redaktion entfernt, dennoch hat man das Gefühl, in einer anderen Zeitzone gelandet zu sein. Oder besser: in 50 anderen Zeitzonen. Mindestens so viel Uhren gibt es in dem Laden nämlich – und alle zeigen eine unterschiedliche Zeit an.
Es ist, als wäre man versehentlich in die Anfangsszene von “Back to the Future” hineinmarschiert (woher das Bild zu diesem Eintrag stammt), nur dass dort wenigstens alle Uhren gleich falsch gehen.
Hinter dem Tresen des kleinen Geschäfts steht normalerweise ein kleiner, unscheinbarer Mann mit Brille und schütterem Haar, der mindestens zehn Jahre jünger ist, als diese Beschreibung vermuten lässt. Meist repariert er Uhren. Mit kleinen Schraubendrehern, Mini-Zangen und einem Uhrmacher-Monokel, das er vor sein rechtes Auge geklemmt hat. Dass er auch mal eine Uhr aus dem reich bestückten Schaufenster verkauft hat, habe ich noch nicht beobachtet, will es aber deswegen nicht ausschließen.
Manchmal beneide ich den kleinen Mann hinter seinem großen Uhren-Reparatur-Tresen um seinen Beruf. Dabei habe ich eigentlich schon als Kind gewusst, dass ich Journalist werden möchte. Die alte Schreibmaschine meiner Mutter hatte es mir mit acht Jahren angetan. Trotzdem habe ich immer getüftelt. Mit Lego-Technik habe ich Autos und Maschinen entworfen. Ich habe Radios auseinander und dann wieder falsch zusammengeschraubt und ganze Notizbücher mit Ideen für (natürlich) bahnbrechende Erfindungen vollgekritzelt.
Ich weiß genau, nach spätestens einem Monat würde mir das langweilig werden. Trotzdem hat mich die Idee nie losgelassen. Tagelang in einer Werkstatt oder einem Labor stehen, still und geduldig ein Problem nach dem anderen lösen und am Ende etwas gänzlich Neues erfinden – das hatte für mich kleinen Jungen einfach was. Und hat es manchmal noch heute. Es muss an den Zeitzonen liegen.
In diesem Sinne, wie spät ist es?
Passend zum letzten Eintrag diese Karte, die ich in einer Berliner Kneipe gefunden habe.
In diesem Sinne, tell me doch nothing from the horse!