
Zur Party waren es 433,7 Kilometer – pro Strecke. Da ich mich, einmal von der Autobahn runter, ganz gerne verfahre, hatte ich mit ein paar Extra-Kilometern gerechnet. Doch auch ohne Umwege macht es nicht wirklich Sinn. In nicht mal 24 Stunden insgesamt 867,4 Kilometer quer durch die Republik zu rasen, bloß um zu grillen und mit dem besten Freund und ein paar anderen Leuten einige Biere zu trinken – wer tut so etwas?
Ich habe es getan. Mehr aus einer Laune heraus, denn die Einladung kam einigermaßen spontan. Klar, dass mein Kopf erstmal “nein” gesagt hat. Mein Bauch war allerdings schneller – und stärker. Zum Glück, denn die Party war wirklich gut und es tat gut, den Freund mal wieder zu sehen.
In Krimis rekonstruieren die Kommissare gerne die Handlungen des potenziellen Mörders. Es kann doch kein Zufall gewesen sein, dass er ausgerechnet am Abend der Tat einen Umweg nach Hause gemacht hat – und damit die selbe Strecke gegangen ist, wie das Mordopfer. Wieso hat er seit Wochen die geliehene Kettensäge im Kofferraum – wäre es nicht logischer gewesen, sie direkt zurück in den Keller zu bringen?
Die Rechnung funktioniert allerdings nur im Film; Menschen sind nicht logisch. “Wollen Sie mir wirklich sagen, Sie sind nur für eine Party 900 Kilometer gefahren?”, würde mich der Kommissar fragen, und kein Zuschauer würde mir mein “Ja” abnehmen. Trotzdem wäre es die Wahrheit – doch was heißt das schon.
Nicht nur im Krimi, auch im normalen Leben unterstellen wir unseren Mitmenschen aus irgend einem Grund immer, dass sie wissen, was sie tun. Warum eigentlich? Tun wir es denn selbst? Und wenn ja – würde unser Tun immer einer logischen Überprüfung durch den kritischen Tatort-Fan standhalten?
In diesem Sinne, erwartet das Unerwartete!
Meine erste CD war eine Schallplatte. Ich habe sie zu meinem zehnten Geburtstag bekommen und darauf zu hören war David Hasselhoff, den ich damals schon wegen Knight Rider besonders großartig fand. Wie schön, dass er nun auch noch als Sänger auftrat. Dass ich “Looking for Freedom” irgendwann mal albern finden würde, konnte ich mir nicht vorstellen.
“Ich bügel normalerweise nackt”
Wir sind Herr Rossi. Das behauptet jedenfalls Florentine Fritzen. Die hat ein Buch mit dem schönen Titel “Plus minus 30 oder die Suche nach dem perfekten Leben” geschrieben. Darin kommt Herr Rossi zwar nicht direkt vor, der kleine italienische Mann mit Hut bringt den Inhalt aber ganz gut auf den Punkt – er sucht schließlich schon seit den 1970-ern das Glück.
Das Licht war noch da, aber die Liegestühle waren weg. Und selbst das mit dem Licht war eher Zufall, denn eigentlich war der freundliche Mann hinter der Theke gerade dabei, noch schnell die letzten Gläser wegzuräumen, bevor er zumachte.
Eine Freundin von mir ist kürzlich mit dem Fahrrad gegen ein parkendes Auto gefahren. Es war mitten in der Nacht, und es war ein dunkles Auto, daher unterstelle ich ihr, dass sie nicht absichtlich dagegen geradelt ist.
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