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	<title>Felix&#039; Welt &#187; Wunschträume</title>
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		<title>Betrüger-Ich</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Aug 2011 20:29:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Gedankenwelten]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Schon als kleines Kind lernt man den Unterschied zwischen Spaß und Arbeit. Auf den Knien rumrutschen und Autos hin- und herschieben ist Spaß. Draußen mit den anderen Kindern Buden-Bauen und mit den Fahrrädern rumfahren ist auch Spaß. Bei der Familienfeier &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/betruger-ich/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-17-08-Schreiben.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-2504" style="margin-right: 4px;" title="2011-17-08-Schreiben" src="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-17-08-Schreiben.jpg" alt="" width="280" height="210" /></a>Schon als kleines Kind lernt man den Unterschied zwischen Spaß und Arbeit. Auf den Knien rumrutschen und Autos hin- und herschieben ist Spaß. Draußen mit den anderen Kindern Buden-Bauen und mit den Fahrrädern rumfahren ist auch Spaß.</p>
<p>Bei der Familienfeier stillsitzen und artig den Erwachsenen zuhören ist dagegen Arbeit. Man macht es weder freiwillig noch macht man es gerne. Es muss aber sein. Sagen zumindest die Erwachsenen. Die dürfen zwar selbst entscheiden, wann sie Spaß haben &#8211; deswegen sind sie schließlich erwachsen. Zugleich scheinen sie aber etwas gegen Spaß zu haben, sonst würden sie ihn nicht so oft verbieten und statt dessen so viel wert auf den Ernst des Lebens legen.</p>
<p>Inzwischen bin ich selbst erwachsen &#8211; werde demnächst 32 Jahre alt. Und immer noch erwische ich mich viel zu oft dabei, wie ich bei der Arbeit Spaß habe. Wenigstens habe ich ein schlechtes Gewissen dabei.</p>
<p>Ich bin Journalist von Beruf. Ich schreibe, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Streng genommen seit über zwölf Jahren schon. Und ich schreibe, weil es mir Spaß macht. Seit ich denken kann. Ihr glaubt gar nicht, wie verwirrend das manchmal ist.</p>
<p>Wenn man für etwas bezahlt wird, das man gerne tut, hat man praktisch automatisch ein schlechtes Gewissen. Man kommt sich vor, wie ein Betrüger. Schließlich hat man als Kind gelernt, dass Arbeit keinen Spaß macht. Man tut sie, weil man muss &#8211; nicht, weil sie Spaß macht. Wie kann es da sein, dass man auch noch für den Spaß bezahlt wird?</p>
<p>Das ist das Kuriose und zugleich das Schöne an meinem Beruf. Und es ist auch das Gefährliche. Denn wenn jemand etwas ohnehin gern tut, gibt es eigentlich wenig Gründe, warum man ihn deswegen auch noch bezahlen sollte. Es gibt sogar Studien, denen nach man Journalisten das Gehalt kürzen kann, ohne dass ihre Arbeit merklich darunter leidet.</p>
<p>Das mag mit dem Spaß zusammenhängen. Sicher aber auch damit, dass Journalisten nun man in der Regel per Autorenzeile mit ihrem Namen für ihre Arbeit stehen. Journalisten haben Spaß an ihrer Arbeit, nicht selten sind sie aber auch eitel. Würde auf jeder Zange der Name des Schmied stehen, der sie hergestellt hat, wäre dem schließlich auch an einer gewissen Qualität gelegen, egal, wie viel er für die Herstellung bezahlt bekommen hat. Das ist gut, so lange es nicht ausgenutzt wird und die Leute bereit sind, für eine Zange auch einen angemessenen Preis zu zahlen. Jeder Spaß hat schließlich seine Grenzen.</p>
<p>Ich mag meinen Beruf. Trotzdem (oder deswegen?) fühle ich mich manchmal wie ein Betrüger. Während meine Freunde für ihr Geld arbeiten müssen, brauche ich einfach nur Spaß haben und Schreiben, um meine Brötchen zu verdienen. Einerseits.</p>
<p>Andererseits mache ich mir manchmal durchaus Sorgen, wo mein Berufsstand in fünf, zehn oder 15 Jahren sein wird. Ich wohne in einem Zehn-Parteien-Haus. Ich bin der einzige, der eine Tageszeitung im Abo hat. Ich bin der Einzige, der (wenn auch aus beruflichen Gründen) die kostenlosen Sonntagszeitungen durchblättert. Ich bin der Einzige im Haus, der eine Wochenzeitung im Abo hat. Wie viele meiner Nachbarn sich zumindest online informieren? Da kann ich nur raten &#8230;</p>
<p>Manchmal denke ich, wie schön es wäre, wieder ein Kind zu sein. Nicht selbst zwischen Spaß und Arbeit unterscheiden zu müssen, hat durchaus Vorteile. Und hin und wieder einfach nur Buden zu bauen auch.</p>
<p>In diesem Sinne, das geheime Codewort bitte!</p>
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		<title>Beobachtet</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Jun 2011 15:58:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Mitmenschen]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarn]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal fühle ich mich beobachtet. Das mag daran liegen, dass ich Hochparterre wohne. Mein Balkon geht nach hinten zu einem kleinen Innenhof hinaus, der gleich von mehreren weiteren Innenhöfen und Wohnhäusern umschlossen wird. Hier gibt es nicht nur Tauben, Spatzen und &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/beobachtet/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-06-25-Taube.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2377" title="2011-06-25-Taube" src="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-06-25-Taube.jpg" alt="" width="400" height="236" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Manchmal fühle ich mich beobachtet. Das mag daran liegen, dass ich Hochparterre wohne. Mein Balkon geht nach hinten zu einem kleinen Innenhof hinaus, der gleich von mehreren weiteren Innenhöfen und Wohnhäusern umschlossen wird. Hier gibt es nicht nur Tauben, Spatzen und diverse andere Vögel, die neugierig in mein Schlaf- und Arbeitszimmer gucken. Ich kann auch ganz gut das Leben meiner Nachbarn verfolgen &#8211; und sie meins.</p>
<p>Mich stört das nicht. Im Gegenteil, ich finde es sogar ganz unterhaltsam. Um mich herum sind so viele Balkone, dass ich mich noch einigermaßen anonym und trotzdem nie allein fühle.</p>
<p>Vielleicht liegt es daran, dass ich in einem ruhigen Zweifamilienhaus aufgewachsen bin. Als Kind konnte ich mit den anderen Kindern aus den anderen Ein- und Zweifamilienhäusern auf der Straße spielen. Normalerweise bis es dunkel wurde &#8211; dann mussten alle nach Hause.</p>
<p>Spätestens mit der Pubertät wurde mir das allerdings zu langweilig. Zwar musste ich nun nicht mehr nach Hause, nur weil es dunkel wurde. Wirklich viel passierte aber auch nach Sonnenuntergang nicht. Das Haus meiner Eltern steht in einer bequemen Wohnstraße mit einem Wald in der Nähe. Man kann hier stundenlang aus dem Fenster gucken, ohne dass etwas zu beobachten. Es gibt es keine Geschäfte, keine Gaststätten und nur selten Fremde. Man kennt und grüßt sich, wenn man sich auf der Straße begegnet.</p>
<p>Vielleicht habe ich deshalb bisher bei (fast) allen eigenen Wohnungen darauf geachtet, möglichst mittendrin zu wohnen. Ich genieße es, zur Kneipe (und wieder zurück!) laufen zu können, kein Auto zum Einkaufen zu brauchen und beim Blick aus dem Fenster immer wieder überrascht zu werden. Und wenn es nur eine Taube ist, die mich kritisch beäugt, während sie nach Großstadtabfällen fahndet.</p>
<p>In diesem Sinne, Gruß an meine Nachbarn!</p>
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		<title>Berliner</title>
		<link>http://www.felix-welt.de/berliner/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Jun 2011 20:21:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Herr Lehmann ist kein Berliner, denn eigentlich kommt er ja aus Bremen. Ein Bremer ist er aber auch nicht (mehr). Was ihn eigentlich zum idealen Berliner macht. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass rund die Hälfte der dreieinhalb Millionen Berliner &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/berliner/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-06-22-Lehmann.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-2371" style="margin-right: 4px;" title="2011-06-22 Lehmann" src="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-06-22-Lehmann-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a><a href="http://www.felix-welt.de/frank-lehmann/">Herr Lehmann</a> ist kein Berliner, denn eigentlich kommt er ja aus Bremen. Ein Bremer ist er aber auch nicht (mehr). Was ihn eigentlich zum idealen Berliner macht.</p>
<p>Irgendwo habe ich mal gelesen, dass rund die Hälfte der dreieinhalb Millionen Berliner inzwischen zugezogene Berliner sind. In einer Stadt wie Berlin ist das wichtig. Vor allem, weil die andere Hälfte, die Ur-Berliner, nämlich durchaus wert auf Feinheiten wie den Geburtsort legen. Der klassische Neu-Berliner würde sich dagegen am liebsten jedes Jahr in seiner neuen Heimat wie ein Rangabzeichen auf die Schulter heften.</p>
<p>Mit abgeklärter Stimme sagt der Neu-Berliner Sätze wie &#8220;Nord-Neukölln ist das neue Kreuzberg&#8221;, &#8220;Friedrichshain ist auch nicht mehr, was es einmal war&#8221; und &#8220;Prenzlauer Berg ist längst schwäbisch&#8221;. Der gebürtige Berliner rümpft bei solchen Sätzen eher die Nase. Nicht, weil er sie nicht unterschreiben würde, sondern weil ein echter Berliner solche Erkenntnisse gar nicht erst in Worte fassen muss &#8211; erst recht nicht gegenüber einem Möchtegern-Berliner.</p>
<p>Berlin bietet trotzdem beiden ein Zuhause, den Alten wie den Neuen und Zugezogenen. Das habe ich an dieser Stadt immer so geliebt. Berlin kann eine weiße Leinwand sein, die man bemalen und dann so tun kann, als würde man das Bild schon seit Jahren kennen.</p>
<p>Wer nach Berlin zieht, wird beinahe zwangsläufig schizophren. Das &#8220;Wo kommst Du her?&#8221; gehört genau so zum guten Ton wie das Bekenntnis zur neuen und trotzdem längst adaptierten Heimat. Man ist stolz, als Berliner durchzugehen &#8211; und unterstreicht diese Auszeichung, indem man zwischendurch immer wieder betont, was man längst hinter sich gelassen hat. &#8220;Ich bin zwar aus xy, aber ich wohne schon seit xxx Jahren in Berlin&#8221; ist ein mehr als typischer Satz.</p>
<p>Sven Regener, aus dessen Feder Herr (Frank) Lehmann stammt, hat immer bestritten, dass seine Romanreihe um den Berlin-Bremer Antihelden aus <em>Herr Lehmann</em>, <em>Neue Vahr Süd </em>und <em>Der kleine Bruder</em> biographisch zu deuten sei. Trotzdem gibt es zahlreiche Parallelen. Allerdings ist das eigentlich auch selbstverständlich. Ein Roman von einem zugezogenen Berliner, der nicht in Berlin spielt, würde mir schließlich meine ganze Theorie kaputt machen!</p>
<p>In diesem Sinne, Danke, Herr Regener!</p>
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		<title>Reisemensch</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2011 19:48:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Reisewelten]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal überlege ich, wer da einfach in meinem Reisetagebuch rumgekritzelt hat. Vorhin jedenfalls ging es mir so. Ich habe auf dem Balkon gesessen und in den beiden Kladden geblättert, die ich während meiner Weltreise vollgeschrieben hab. Da die Bücher lange &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/reisemensch/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-05-21-Reiseziele.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2317" style="margin-bottom: 5px;" title="2011-05-21-Reiseziele" src="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-05-21-Reiseziele.jpg" alt="" width="450" height="242" /></a><a href="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-05-21-World-Traveler.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2318" title="2011-05-21-World-Traveler" src="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2011-05-21-World-Traveler.jpg" alt="" width="450" height="285" /></a></p>
<p>Manchmal überlege ich, wer da einfach in meinem Reisetagebuch rumgekritzelt hat. Vorhin jedenfalls ging es mir so. Ich habe auf dem Balkon gesessen und in den beiden Kladden geblättert, die ich während meiner Weltreise vollgeschrieben hab. Da die Bücher lange im Keller des Hauses meiner Eltern gelagert haben, habe ich das lange nicht getan.</p>
<p>Bei vielen Einträgen kann ich mich trotzdem noch genau daran erinnern, wo und in welcher Situation ich sie geschrieben habe. Bei anderen entfalten sich erst nach und nach wieder die Bilder vor meinem inneren Auge, und ich sehe mich plötzlich wieder in einer Bar in Südamerika, in einem Bus in Australien oder einem Restaurant in Laos sitzen und schreiben.</p>
<p>Ich sehe diese Situationen klar und deutlich vor mir. Trotzdem beschleicht mich bei fast allen Tagebucheinträgen so ein seltsames Gefühl. War das wirklich ich, der das geschrieben hat? Sind es meine Erfahrungen und Gedanken, die da mal ausufernd, langatmig und dann wieder hektisch und nur in Stichworten niedergeschrieben sind?</p>
<p>Am Anfang des zweiten Buches (eigentlich dritten &#8211; <a href="http://www.felix-welt.de/schlimmer-geht-immer/">nur wurde mir Nummer eins in Südamerika gestohlen</a>) gibt es eine Liste, in der ich alle Orte notiert habe, die ich besucht habe. Ich kann mich an jeden einzelnen davon erinnern. Allerdings kommt es mir manchmal vor, als hätte ein ganz anderes Ich diesen Ort damals besucht, durch dessen Augen ich gucken durfte.</p>
<p>Gut sechs Jahre ist die Weltreise inzwischen her. Allerdings ist das nicht der Grund. Schon kurz nach meiner Rückkehr erschien mir das Ganze völlig surreal, als hätte ich mit dem ersten &#8220;World Traveller&#8221;-Boarding Pass ein anderes Ich bekommen, das ich nach dem letzten Flug wieder abgeben musste. Dafür sprechen auch die Fotos von mir, die unterwegs gemacht wurden. Ich würde anders lachen, finden meine Eltern. Vielleicht haben sie Recht?</p>
<p>Vielleicht gibt es ja noch einen anderen Felix in mir &#8211; Felix der Reisemensch? Kurz habe ich diesen Reise-Felix heute morgen getroffen, als ich einen Freund zum Flughafen gefahren und mir für einen Moment vorgestellt habe, nicht er, sondern ich würde gleich aufbrechen. Der Freund hat diesen Gedanken wohl gespürt &#8211; und mir empfohlen, <a href="http://www.felix-welt.de/rucksack-in-flammen/">mir einen Job zu suchen, bei dem ich rumreise und Leute entlasse</a>. Im Scherz natürlich &#8211; glaube ich.</p>
<p>In diesem Sinne, gute Reise, Reise-Felix!</p>
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		<title>Maria &#8230; und Klaus</title>
		<link>http://www.felix-welt.de/maria-und-klaus/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Jan 2011 22:43:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Desillussionierend]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich Maria kennengelernt habe, war sie mit Klaus zusammen. Am Anfang fand ich das doof, denn Maria gefiel mir. Als sie Klaus das erste Mal erwähnte, es muss irgendwann bei unserer ersten Begegnung gewesen sein, tat das ein bisschen &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/maria-und-klaus/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich Maria kennengelernt habe, war sie mit Klaus zusammen. Am Anfang fand ich das doof, denn Maria gefiel mir. Als sie Klaus das erste Mal erwähnte, es muss irgendwann bei unserer ersten Begegnung gewesen sein, tat das ein bisschen weh. Wohl weil ich mir erst mehr mit Maria erhofft hatte &#8211; und ein Klaus so gar nicht in mein Bild gepasst hatte.</p>
<p>Es dauerte allerdings nicht lange, bis ich mich an Klaus gewöhnt hatte. Er war selten dabei, aber immer präsent. Maria erwähnte ihn spärlich, aber regelmäßig. Meist dann, wenn ich ihn gerade vergessen hatte. Manchmal kam es mir so vor, als hätte sie eine geheime Wanze in meinem Gehirn installiert.</p>
<p>&#8220;Am Wochenende sind wir beim 65. Geburtstag des Vaters meines Freundes&#8221;, sagte sie, wenn wir gemeinsam in der Bahn saßen. Oder: &#8220;Die Jacke hat sich Klaus letztens gekauft&#8221;, wenn wir gemeinsam durch die Stadt schlenderten.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob sie gemerkt hat, dass ich sie interessant fand. Weil Frauen meist viel mehr merken, als ich denke, gehe ich einfach mal davon aus.</p>
<p>Andererseits scheinen Frauen selten zu merken, wenn ich an ihnen interessiert bin. Vielleicht war es also doch nur Zufall &#8211; und weder eine Wanze noch weibliche Intuition. Zumal ich Maria recht schnell abgeschrieben hatte. Ich fand sie weiter interessant (und auch äußerst sexy), doch eine Beziehung mit ihr, das war schlicht utopisch &#8211; wegen Klaus.</p>
<p>Um so überraschter war ich, als Maria bei Klaus auszog. In der einen Woche hatte Maria noch von ihm erzählt, kurz darauf schien er wie wegradiert aus ihrem Leben. Sie war bei einer Freundin eingezogen, übergangsweise, sagte sie.</p>
<p>Kurz darauf tauchte plötzlich Martin auf. Ich hatte von Martin vorher nie etwas gehört &#8211; und jetzt wurde ich ihn gar nicht mehr los. Maria erzählte andauernd von ihm. Ganz anders als sie es von Klaus getan hatte. Wenn ich mich Maria traf, bekam ich sie nur noch im Doppelpack, ganz unabhängig davon, ob Martin dabei war oder nicht.</p>
<p>Das war aber nicht das Schlimmste. Am meisten beschäftigte mich etwas ganz anderes: Die Frage, ob ich vielleicht auch hätte Martin sein können.</p>
<p>In diesem Sinne, Gruß an &#8230; Du weißt schon wen!</p>
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		<title>Zweites Mal</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 10:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Desillussionierend]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Früher war alles ein bisschen dramatischer. Das hat schon beim Schnee angefangen. So ein echtes Schneechaos war noch eine neue Erfahrung und wurde vom eigenen Empfinden entsprechend gewürdigt. Heute können sich die Schlagzeilen noch so überschlagen, irgendwie bleibt am Ende &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/zweites-mal/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früher war alles ein bisschen dramatischer. Das hat schon beim Schnee angefangen. So ein echtes Schneechaos war noch eine neue Erfahrung und wurde vom eigenen Empfinden entsprechend gewürdigt. Heute können sich die Schlagzeilen noch so überschlagen, irgendwie bleibt am Ende doch nur das Gefühl, das alles doch eigentlich schon mal erlebt zu haben.</p>
<p>Wenn man eine Erfahrung zum ersten Mal macht, ist sie immer etwas besonderes. Das kann positiv wie negativ sein, in jedem Fall ist es aufregend. Früher oder später gewöhnt man sich aber daran: an die Erfahrung &#8211; und auch daran, eine Erfahrung zum ersten Mal zu machen.</p>
<p>Es sind also nicht unbedingt die ersten Male, die irgendwann seltener werden. Sie werden nur weniger aufregend &#8211; weniger dramatisch. Mit der Erfahrung wächst die Zuversichtlichkeit, dass man schon heil aus der Sache herauskommen wird. Im Volksmund nennt man das dann wohl Gelassenheit.</p>
<p>Gelassenheit ist an sich auch eine gute Sache. Trotzdem: Manchmal fehlt mir die Dramatik. Sich noch mal so gefühlt unsterblich verlieben wie während der Pubertät, von mir aus auch unglücklich. Noch mal so hoch fliegen wie nach dem ersten großen Erfolg. Noch mal die Welt so offen vor sich haben wie nach dem ersten Abschluss.</p>
<p>Ich bin überzeugt, dass es nicht nur mir so geht. Wieso sonst stürzen sich Menschen mit Fallschirmen aus noch voll flugfähigen Flugzeugen? Warum boomen Extrem-Urlaube? Und wieso sonst muss immer alles das größte, schlimmste, tollste, gewaltigste, nervigste, erfolgreichste Ding <a href="http://www.felix-welt.de/jederzeit/">&#8220;aller Zeiten&#8221;</a> sein?</p>
<p>In diesem Sinne, auf neue Erfahrungen!</p>
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		<title>Perfekte Frau</title>
		<link>http://www.felix-welt.de/perfekte-frau/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 20:39:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Vermutlich ist sie irgendwo da draußen, die perfekte Frau. Von mir aus kann sie auch da bleiben. Ich will sie nicht. Sie würde mir den ganzen Tag vor Augen führen, dass ich nicht perfekt bin. Frauen können Stunden damit zubringen, &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/perfekte-frau/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vermutlich ist sie irgendwo da draußen, die perfekte Frau. Von mir aus kann sie auch da bleiben. Ich will sie nicht. Sie würde mir den ganzen Tag vor Augen führen, dass ich nicht perfekt bin.</p>
<p>Frauen können Stunden damit zubringen, Pickel zu überschminken, reale (oder gefühlte) Fettpölsterchen zu kaschieren und ihre vermeintlich zu kleinen (oder zu großen Brüste) größer (oder kleiner) wirken zu lassen. Perfektion ist alles, scheinen sie zu denken. Quatsch, denke ich. Eine perfekte Frau &#8211; was wollte die denn mit einem Typen wie mir?</p>
<p>Abgesehen davon mag ich gerade die kleinen Fehler. Was das Aussehen angeht, aber auch sonst. Sie machen einen Menschen sympathisch. Außerdem machen sie interessant. Denn Perfektion ist irgendwie auch immer steril &#8211; und damit langweilig.</p>
<p>Was will ich mit einer Frau, die immer perfekt aussieht, immer das richtige sagt und immer die richtigen Entscheidungen trifft und getroffen hat? Ich würde mir nicht nur furchtbar dumm, hässlich und klein vorkommen. Ich wüsste auch irgendwann gar nicht mehr, was ich mit so einer Frau reden sollte. Sie wüsste es doch eh besser &#8211; und vermutlich würde sie mir das perfekt-versteckt und rücksichtsvoll beibringen.</p>
<p>Wie erfrischend ist da eine Frau, bei der vielleicht auch mal die Hose an der Hüfte zwickt und die unterhaltsam von den dummen Fehlern erzählen kann, die sie gemacht hat! Die vielleicht nicht perfekt, aber deswegen auch nicht langweilig ist und neben der auch ich mir nicht den ganzen Tag so fies unperfekt vorkäme. Ganz ehrlich: So eine Frau wäre perfekt für mich!</p>
<p>In diesem Sinne &#8211; nicht perfekte Frauen, bitte melden!</p>
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		<title>Liebe in Gedanken</title>
		<link>http://www.felix-welt.de/liebe-in-gedanken/</link>
		<comments>http://www.felix-welt.de/liebe-in-gedanken/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 30 Aug 2009 20:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frauen]]></category>
		<category><![CDATA[Sehnsucht]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Kann man sich eigentlich nachträglich verlieben? Nachträglich zum Geburtstag gratulieren, das ist zwar unhöflich, aber es funktioniert. Nachträglich Beschweren, klappt auch. Nachträglich schlauer sein? Manchmal. Doch sich nachträglich verlieben? Ich behaupte, das geht. Und ich muss es wissen, mir ist &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/liebe-in-gedanken/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kann man sich eigentlich nachträglich verlieben? Nachträglich zum Geburtstag gratulieren, das ist zwar unhöflich, aber es funktioniert. Nachträglich Beschweren, klappt auch. Nachträglich schlauer sein? Manchmal.</p>
<p>Doch sich nachträglich verlieben? Ich behaupte, das geht. Und ich muss es wissen, mir ist das nämlich kürzlich erst passiert.</p>
<p>Zugegeben, sympathisch fand ich sie schon, als ich sie vor über einem Jahr das letzte Mal gesehen habe. Doch verliebt habe ich mich in sie erst, als ich weit genug weg war, um keine Konsequenzen daraus ziehen zu müssen.</p>
<p>Mag sein, dass ich einfach von ihr geträumt habe, und sie deshalb plötzlich in meinen Gedanken und in meinem Herzen herumspukt. Vielleicht war es auch irgend etwas in ihrer letzen Email, dass es bei mir hat klicken lassen. Unabhängig davon werde ich allerdings den Verdacht nicht los, dass es gerade die Entfernung ist, die mich besonders fasziniert.</p>
<p>Es ist einfach, wenn man zu weit weg ist, um wirklich konkret werden zu müssen. Andererseits ist es auch ziemlich pointenlos. Ich frage mich, wie lange dieses Gefühl anhalten kann, ohne dass ihm eine konkrete Reaktion folgt.</p>
<p>In diesem Sinne, was bringt sie denn, die Liebe in Gedanken?</p>
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		<title>Geheime Wünsche</title>
		<link>http://www.felix-welt.de/geheime-wunsche/</link>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 11:09:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mitmenschen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Manche Dinge möchte man gar nicht so genau wissen. Als mir die Frau im Depot des Paketdienstes zum Beispiel erzählte, sie wäre gern ein Mann, da wäre ich am liebsten weggelaufen. Das ging allerdings nicht, schließlich hatte sie noch mein Paket. &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/geheime-wunsche/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manche Dinge möchte man gar nicht so genau wissen. Als mir die Frau im Depot des Paketdienstes zum Beispiel erzählte, sie wäre gern ein Mann, da wäre ich am liebsten weggelaufen.</p>
<p>Das ging allerdings nicht, schließlich hatte sie noch mein Paket. Und die Frau, die gerne ein Mann wäre, machte nicht den Eindruck, als würde sie mir das aushändigen, wenn ich mir nicht vorher ihre ganze Geschichte angehört hatte.</p>
<p>&#8220;Wissen Sie&#8221;, sagte sie, &#8220;ich wäre wirklich gern ein Mann.&#8221; Zwar würde ihre Tochter steif und fest behaupten, als Mann wäre sie vermutlich schwul. Das sei ihr aber egal. &#8220;Ich möchte trotzdem ein Mann sein&#8221;, betonte sie nachdrücklich und klopfte mit der Faust zwei Mal fest auf mein Paket, das sie in sicherer Entfernung hinter dem Tresen festhielt.</p>
<p>&#8220;Ich möchte mich einmal im Leben an einen Baum stellen, die Hose aufmachen und den Baum mit einem dicken Strahl anpinkeln.&#8221; Sagte es und reichte mir mein Paket.</p>
<p>In diesem Sinne &#8211; was sind Eure geheimen Wünsche?</p>
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		<title>Zwischenspeichern</title>
		<link>http://www.felix-welt.de/zwischenspeichern/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 May 2008 09:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix Neubüser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedankenwelten]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlweise]]></category>
		<category><![CDATA[Wunschträume]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es funktioniert, wird es die Welt revolutionieren: amerikanische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, mit der Menschen Ihr Leben zukünftig &#8220;zwischenspeichern&#8221; können. Was bisher nur in Computerspielen möglich war, soll schon in wenigen Jahren auch im echten Leben funktionieren. Vor &#8230; <a href="http://www.felix-welt.de/zwischenspeichern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #0000ee; text-decoration: underline;"><a href="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2008-05-28-backup.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-235" title="2008-05-28-backup" src="http://www.felix-welt.de/wp-content/uploads/2008-05-28-backup-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a></span>Wenn es funktioniert, wird es die Welt revolutionieren: amerikanische Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, mit der Menschen Ihr Leben zukünftig &#8220;zwischenspeichern&#8221; können.</p>
<p>Was bisher nur in Computerspielen möglich war, soll schon in wenigen Jahren auch im echten Leben funktionieren. Vor einer komplizierten Prüfung, einer richtungsgebenden Entscheidung oder auch einfach so zwischendurch &#8211; schnell auf &#8220;Lebensstand speichern&#8221; klicken, und man ist auf der sicheren Seite, so das Magazin <em>Future Science Review</em> in seiner neusten Ausgabe. Bei Bedarf kann die gespeicherte Lebenssituation dann jederzeit wieder hergestellt und von vorne begonnen werden.</p>
<p>Die Technik, heißt es in dem Artikel, ist wohl erst in zehn bis zwölf Jahren einsatzbereit (weitere fünf bis zehn Jahre dürften dann bis zur Serienreife vergehen), von den schier unbegrenzten Möglichkeiten des &#8220;Life Backup&#8221; träumen darf man aber schon heute. Schließlich gibt eigentlich es jeden Tag kleinere oder größere Entscheidungen, die man vielleicht gerne revidieren würde, wenn man erstmal gemerkt hat, wohin sie führen.</p>
<p>Ein Klick genügt, schon hat man die Wahl, sich den unerwartet folgenschweren Anruf einfach zu verkneifen, kann man das achtlos dahin geworfene Wort doch noch runterschlucken oder das achte Bier eben nicht trinken und sich so einen peinlichen Ausfall ersparen. Man kann doch noch schnell Kondome besorgen oder statt der vermeintlichen Traumfrau deren Freundin anbaggern, von der man jetzt ja weiß, dass sie die bessere Wahl gewesen wäre. Im Handumdrehen geht es auf &#8220;Start&#8221; zurück, wo wieder alle Möglichkeiten offen sind &#8211; mit dem Vorteil, dass man nun zumindest bei einer weiß, dass sie nicht funktioniert.</p>
<p>Zugegeben, nicht jedem mag die Vorstellung behagen, künftig ganz ohne Risiko durchs Leben zu gehen. Das perfekte Leben sei langweilig, kritisieren sie, der Reiz sei doch gerade, dass man vorher nicht weiß, wohin Entscheidung A führt und ob B nicht vielleicht die bessere Alternative wäre. Oft seien es doch gerade die vermeintlich falschen Wege, die sich letztlich in Form von &#8220;Weißt Du noch&#8221; ins Gehirn brennen und am Ende das Leben ausmachen. Perfektion, sagen sie, ist langweilig, ein Leben ohne Risiko nicht lebenswert.</p>
<p>Diese kleingeistigen Fortschrittsverneiner! Es steht doch jedem frei, einfach mal die &#8220;Auto-Speichern&#8221;-Funktion auszuschalten und der Gefahr zumindest für einen Tag ins Gesicht zu sehen. Zu Wählen, ohne zu wissen, wohin es einen führt, sich nur auf Verstand, Gefühl und Erfahrung zu verlassen. Wer sich kopfüber ins Verderben stürzen möchte &#8211; bittesehr! Vermutlich geht Ihr ja ohne Sicherheitsleine und Schutzhelm aus dem Haus &#8230;</p>
<p>In diesem Sinne, immer schön zwischenspeichern!</p>
<p> </p>
<p>PS: Für den etwas flüchtigeren Leser &#8211; alle Erfindungen und Zeitschriften aus diesem Beitrag sind frei erfunden. Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Erfindungen und Zeitschriften sind rein zufällig und bestimmt nicht gewollt.</p>
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