Tag Archive for 'Splitter'

Was tun …

… wenn’s brennt? Na – Schlüssel an der Pforte abholen natürlich!

Damenbesuch

Sie scheint mich zu mögen – oder wenigstens interessant zu finden. Jedenfalls ist es nicht ihr erster Besuch. Beim letzten Mal ist sie allerdings noch auf der Balkonbrüstung geblieben, heute stand sie schon fast in meinem Schlafzimmer.

In diesem Sinne, eigentlich stehe ich ja nicht auf Rothaarige …

Finde den Fehler


Ankauf zu “Bestpreisen” – Verkauf 60 bis 80 Prozent unter Ladenpreis? Ich bin gespannt, wie lange sich dieser Laden hält …

In diesem Sinne, viel Erfolg!

Nicht kugelsicher

Hinweisschild in meiner neuen Umhängetasche: Ich soll mich nicht unmittelbar in die Flugbahn von Projektilen begeben. Man könne leider keine Garantie für mein Leben übernehmen, die Tasche sei nämlich nicht kugelsicher. Na das ist ja mal gut zu wissen …

In diesem Sinne, bitte nicht auf mich schießen!

Letztens früher

Vielleicht gibt es ihn auch gar nicht. Andererseits scheint mein Kopf  ihn aber zu kennen. Er verrät ihn mir nur nicht. Dabei stelle ich immer wieder fest, wie scheinbar plötzlich aus einem “letztens” ein “früher” geworden ist. Nur den Punkt, an dem das passiert, versteckt sich hartnäckig vor meinem Bewusstsein.

Ich finde das immer wieder faszinierend. Denke ich nämlich an einen bestimmten Punkt in der Vergangenheit, scheint der noch gar nicht so lange her zu sein. Letztens halt. Rufe ich mir allerdings ins Gedächtnis, was seitdem alles passiert ist, scheint dieselbe Erinnerung mindestens eine halbe Ewigkeit weit weg zu sein. Warum das so ist, verstehe ich wohl. Ich begreife es aber nicht.

In diesem Sinne, viel Spaß beim Erinnern!

Heimat geschlossen

Abge-bahn-fahren

Es sind die Kleinigkeiten, die das Bahnreisen zum Unvergnügen machen können. Etwas zu früh war ich in Frankfurt am Bahnhof gewesen, um nach Karlsruhe zurück zu fahren. Um so erfreuter war ich, dass mein Zug schon abfahrbereit am Gleis stand – das versprach wenigstens das Abfahrtsschild am Bahnsteig.

Soweit die Theorie. Ich hatte mich gerade hingesetzt, als die Durchsage des Schaffners kam: “Liebe Fahrgäste, bitte beachten Sie, dass dies NICHT der Zug nach Konstanz ist, sondern der nach Saarbrücken.” Noch während der Durchsage wurden auch schon die Türen geschlossen und der Zug setzte sich in Bewegung – nach Saarbrücken, nicht über Karlsruhe nach Konstanz.

Der Schaffner konnte meine Aufregung nicht verstehen. Das hätte schon alles richtig draußen drangestanden, betonte er. Warum dann die Durchsage überhaupt nötig gewesen wäre, konnte er mir nicht erklären. Auch nicht, ob ich am nächsten Bahnhof Anschluss an “meinen” Zug hätte. “Das weiß der Zugchef, aber der ist irgendwo vorne”.

Ja, Service wird eben groß geschrieben bei der Bahn. So groß, dass die Kunden ihn sogar selbst leisten dürfen. Ein Mitfahrer, offenbar mit einem ähnlichen Problem wie ich, schaute im DB-Faltblatt nach – Anschluss gäbe es. Die Heimreise war also gerettet. Danke Deutsche Bahn.

In diesem Sinne, sänk juuuu for travellling!

Brown Eyed Girl

Er hieß nicht Van Morrisson, auch wenn der Name zu ihm es gepasst hätte. Wir saßen zusammen in einer Bar, ein paar Kilometer abseits der ganz schlimmen Touristenströme. Das Lokal hatte nur drei Wände, nach vorne raus gab es statt einer Wand nur eine Art Zaun.Obwohl es schon nach zehn Uhr war, war die Hitze immer noch drückend. Die Bierflaschen wurden in Styroporhüllen serviert, damit das Bier darin länger kühl blieb.

Auf einer improvisierten Bühne an einem Ende des Lokals spielte eine asiatische Musikgruppe, vor allem amerikanische Rock-Klassiker aus den 1960ern und 70ern. Wirklich gut waren die Musiker nicht, aber es reichte. Keiner von uns hatte besondere Erwartungen an die Musik gehabt. Wir waren alle den Tag unterwegs gewesen und zu müde, um uns groß Gedanken zu machen.

Wir waren zu viert, vielleicht auch zu fünft, ich kann mich nicht mehr so genau erinnern. Ich hatte die meisten von ihnen erst vor wenigen Minuten kennengelernt. Das Gespräch plätscherte dahin, was uns allen entgegen kam.

Irgendwann ging Van – seinen richtigen Namen habe ich leider vergessen – auf die Toilette. Er kam allerdings nicht wieder. Der Weg zur Toilette führte nämlich an der Bühne vorbei und Van war mit seinem Bedürfnis offenbar nicht allein.

Der Gitarrist und Sänger der Band, der bisher vor allem durch einen ziemlich verkniffenen Gesichtsausdruck und schlechte Soli aufgefallen war, griff sich Van. Ohne weitere Erklärung drückte er dem verdutzten Engländer seine Gitarre in die Hand und verschwand in dieselbe Richtung, aus der Van gerade zurückgekommen war – auf die Toilette. Den schien das nicht zu stören – im Gegenteil. Spontan spielte und sang er “Brown Eyed Girl” von Van Morrisson. Nicht wirklich gut, aber für mich bis heute die beste Version des Liedes, die ich bislang gehört habe.

In diesem Sinne, Reisen macht musikalisch!

Der Storch

Bienen? Blümchen?
Blödsinn! Der Storch bringt die Babies – ich hab es ja immer gewusst!

In diesem Sinne ;-)

Neid

Vielleicht ist es in meiner Vorstellung schöner, als in der Realität. Vielleicht habe ich auch einfach die Nase voll von Einwohner- und sonstigen Meldeämtern. Jedenfalls beneide ich in diesem einen Punkt die US-Amerikaner: Sich einfach ins Auto setzen und losfahren – das hat doch was. Ummelden muss sich dort niemand, bloß weil er nun eben ein paar hundert Kilometer weiter wohnt – bei uns dagegen reicht es schon, wenn man ein Haus die Straße runter zieht.