Monthly Archive for March, 2009

Zeitfrage

2009-03-23-fuellerVielleicht bin ich einfach langweilig. Andere haben Leichen im Keller, bei mir sind es Kisten. Streng genommen ist es auch nicht mal mein Keller, sondern der meiner Eltern. In den Kisten sind alte Pullover, einige Kochtöpfe, jede Menge Musik-CDs und diverse andere Dinge, die ich der Einfachheit halber hier mit “Kram” zusammenfassen möchte.

Dass die Kisten hier lagern und dies auch noch eine Weile tun werden liegt an meinem Beruf, der mich nun schon das zweite Mal in diesem Jahr umziehen lässt.

Eine der Kisten liegt mir besonders am Herzen, obwohl ich sie nur selten öffne. Auf den ersten Blick sieht der Inhalt auch reichlich unspektakulär aus: Es ist voll mit Notizbüchern. Vollgeschrieben habe ich die in den vergangenen 22 Jahren. Anders gesagt: Je nachdem wie tief ich in der Kiste wühle, desto weiter gehe ich zurück in meiner Vergangenheit.

Heute war ich im Keller. Fast eine Stunde lang bin ich zwischen den Jahren hin und her gesprungen, aber eine Antwort habe ich nicht gefunden: Wann wird das Jetzt zum Früher? Wann wird Letztens zu Damals? Und wie kann es sein, dass manche Dinge wie gerade erst gewesen scheinen, so lange man nur erfolgreich verdrängt, was in der Zwischenzeit alles passiert ist?

Wenn ich so darüber nachdenke: Vielleicht habe ich ja doch die eine oder andere Leiche im Keller?

In diesem Sinne, auf, auf – zurück in die Zukunft!

Gepackt

2009-03-19-gepacktEs ist wieder an der Zeit. Der größte Teil meines Hausstandes steht schon auf dem Flur, morgen muss ich das alles noch in mein Auto einpassen (im wahrsten Sinne des Wortes), die Wohnung putzen, und auf geht es. 

Man sollte meinen, dass man sich an dieses Gefühl gewöhnt. Bis zu einem gewissen Punkt ist das wohl auch so. Trotzdem ist Abschied nehmen immer doof. 

Eine Kollegin hat mir vorhin eine absolut rührende Abschiedsmail geschrieben, während ich schon auf dem Weg in mein bis-morgen-noch-Zuhause war. Auf Anregung eines anderen Kollegen habe ich meine Zeit in Singen außerdem in einer kleinen Abschiedsglosse für die morgige Ausgabe Revue passieren lassen. Beides zusammen hat mir wieder einmal gezeigt, wie sehr ich mich in kurzer Zeit an ein neues Zuhause gewöhnen kann.

Vielleicht ist gerade das auch mein Vorteil. Wenn ich nach einem Vierteljahr schon das Gefühl habe, ein ganzes Leben hinter mir zu lassen, dann müsste ich in Donaueschingen (nach meinem Urlaub) doch auch ziemlich schnell ankommen, oder?

In diesem Sinne, bitte keinen Stau morgen!

Kind im Mann

Als Kind meinen wir, als Erwachsener ein anderer Mensch zu sein. Als Erwachsener stellen wir fest: Eigentlich sind wir doch nur große Kinder.

In diesem Sinne, welche Überraschung erwartet mich als nächstes?

Beruflich Bloggen

Die Anweisung kam vom Chefredakteur persönlich – jetzt wird auch beruflich gebloggt.

Wen es interessiert: schreiberling.suedblog.de

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“Schreiberlings Rückspiegel” ist noch im Aufbau, zudem läuft die Seite über eine andere WordPress-Version. Ich muss also noch ein wenig basteln, bis alles so aussieht, wie ich es mir vorstelle. Regelmäßig vorbeischauen sollte in jedem Fall lohnen.

Schön wäre es allerdings, wenn Ihr darüber Felix’ Welt nicht gleich vergessen würdet – hier geht es nämlich weiter wie bisher.

In diesem Sinne, doppelten Gruß!

Werbung

“In ihren fruchtbaren Tagen bevorzugen Frauen stürmische Männer, in den unfruchtbaren sanfte. Ein kluger Mann fährt nicht in beiden Phasen das gleiche Auto.”

(Doppelseitige Anzeige eines großen Autoverleihers heute in der Süddeutschen)

In diesem Sinne, gute Fahrt!

Felix Fotos

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte? Wenn das so ist: Felix Welt in Bildern gibt es ab sofort unter http://www.flickr.com/photos/felix-welt:

2009-03-15-flickr

In diesem Sinne, Diashow ab!

Maria

Nennen wir sie Maria. Ihr richtiger Name tut ohnehin wenig zur Sache. Ich kenne sie seit ein paar Jahren. Ein Zufall hat uns damals zusammen geführt. Als wir noch in derselben Stadt gewohnt haben, haben wir uns sporadisch alle paar Wochen getroffen. Wir mochten uns, aber so richtig haben wir es nie über die Small-Talk-Ebene hinaus geschafft. Bis heute ist mir ein Rätsel, wie wir es hinbekommen haben, zum Teil stundenlang nur an der Oberfläche zu bleiben. 

Natürlich gibt es Menschen, zu denen man einfach keinen Draht findet. Normalerweise lässt man es dann aber irgendwann einfach gut sein. Mit Maria dagegen habe ich noch heute Kontakt. Wir wohnen jetzt zwar gut 800 Kilometer auseinander, dennoch schreiben wir uns regelmäßig Emails. Mehr noch, ich habe den Eindruck, als hätten wir beide gern zu einer persönlicheren Ebene gefunden. Nur hat das irgendwie nie funktioniert. 

In diesem Sinne: Wie kann es sein, dass offenbar beide wollen, aber keiner kann?
Schlaue Antworten bitte zuerst!

Find Dis Glück

2009-03-13-liebeskarte1Eine Schweizer Firma (“Romanza”) möchte für mich nach unverheirateten Damen ab 20 Jahren suchen. So stand es jedenfalls auf der Rückseite dieser Karte (links), die ich vorhin in meinem Briefkasten gefunden habe. Fast hätte ich sie weggeworfen, aber vielleicht ist es ja gar keine so schlechte Idee.

Zumindest wäre ich damit nicht der einzige. “Wenn ich bis 30 noch solo bin, dann suche ich mir via Internet einen Mann”, hat vor einiger Zeit eine Freundin zu mir gesagt, deren Name ich an dieser Stelle lieber nicht nennen werde. “Wir haben uns über so eine Partnerbörse kennengelernt”, gestand mir wiederum ein anderer, namenloser Freund. Er feiert ebenfalls in diesem Jahr seinen 30. Geburtstag, wird diesen Tag aber vermutlich mit seiner neuen Freundin zusammen begehen.

Was haben Männlein und Weiblein eigentlich vor der Erfindung von Partnerbörsen und Internet zueinander gefunden? Irgendwie muss das doch früher auch schon funktioniert haben – sonst wäre die Menschheit doch niemals über die Steinzeit hinaus gekommen.

Oder liegt es an uns? Man sollte doch meinen, all die Möglichkeiten, neue Menschen kennen zu lernen, würden es einfacher machen. Das Gegenteil scheint der Fall. War früher die lokale Eisdiele die einzige Chance, ein Date an Land zu ziehen, werden wir heute von den Möglichkeiten schlicht erschlagen. 

Sind wir, die vermeintlich modernen Menschen, einfach viel zu kompliziert geworden? 

In diesem Sinne, Antworten sind willkommen!

Rheinfall

Bei Schaffhausen:

 

Redefluss

Ich sag es ja, man kann es den Frauen einfach nicht recht machen:
(aus der heutigen NZZ)  

2009-03-07-redefluss

In diesem Sinne, einen Gruß an alle Männer!