Umzugshelfer

Am Anfang ist das Chaos – jeder, der schon einmal umgezogen ist, wird das bestätigen können. Lauter Kisten und Tüten, bei denen man nicht immer sicher ist, was sie enthalten, Möbelteile fraglicher Herkunft und Unmengen Kram, bei dem man sich spätestens auf dem dritten Treppenansatz schnaufend fragt, warum man ihn nicht gleich beim Auszug entsorgt hatte anstatt ihn nun in den vierten Stock zu schleppen.

Ein Blog umzuziehen ist da denkbar einfacher: weder Körperkraft noch handwerkliches Geschick mit dem Schraubendreher ist hier gefragt. Man muss keinen LKW mieten und auch keine Kartons packen.

Trotzdem hat auch ein solcher Umzug so seine Tücken – und die auszubügeln wären ein paar Umzughelfer nicht schlecht!

Felix’ Welt hat eine neue Heimat gefunden. Statt weiter als Untermieter bei Blogspot zu hausen habe ich dem Blog eigenen Webspace spendiert, weswegen Ihr Felix Welt nun auch direkt über Felix-Welt.de erreichen könnt. Das Layout wurde etwas aufgefrischt und auch sonst wird sich hier in nächster Zeit das Eine oder Andere tun.

Genau hier kommt Ihr ins Spiel!

Kisten tragen braucht Ihr keine, aber für Kritik, Verbesserungsvorschläge oder sonstige Ideen bin ich gerne offen.

In diesem Sinne – nur her mit den Kommentaren!

Arschloch-Bonus

Frauen stehen auf Arschlöcher, heißt es. Zielsicher suchen sie sich ausgerechnet den Typen, der sie schlecht behandeln wird. Das tun sie nicht einmal, sondern immer wieder. Schön blöd, würd ich sagen. Aber, ehe nun ein Sturm der Entrüstung losbricht, lasst mich ergänzen: wir Männer stehen ihnen da in nichts nach! Auch wir scheinen einen recht sicheren Riecher dafür zu haben, was nicht gut für uns ist. 

Nun gilt keine Regel absolut und erst recht keine, welche die menschliche Partnerwahl zum Thema hat. Trotzdem bin ich sicher, dass zumindest den meisten derer, die das hier lesen, eine passende Episode aus dem eigenen Leben einfällt. Ich will mich da nicht mal ausnehmen.
Trotzdem frage ich mich, warum dem so ist. 
Wissenschaftler haben heraus gefunden, dass Frauen gerade während ihres Eisprungs einen Faible für den ungehobelten, vermeintlich durchsetzungsstarken Macho entwickeln. Ansonsten sind sie durchaus gewillt, auch freundliche, “nette” Männer als Partner zu akzeptieren. Die Erklärung ist ebenso einfach wie Jahrtausende alt: der Nachwuchs soll mit möglichst “starken” Genen in die Welt entlassen werden. Bis er aber soweit ist, sich selber durchzusetzen, braucht er einen zuverlässigen Versorger als Vater – den familientauglichen Softie eben.
Das ist zunächst mal schlüssig, als Erklärung für den Arschloch-Bonus aber nur bedingt hilfreich, zumindest für mich – schließlich kann ich als Mann mit keinerlei Eisprüngen aufwarten. Eine biologische Tatsache, die ich mit praktisch allen meiner männlichen Artverwandten gemeinsam haben dürfte. Doch selbst die noch so auf den A-Typ fixierten Frauen haben nur einen Eisprung pro Monat. 
So ganz hinreichend ist die oben genannte darwinistische Begründung also nicht. Meine These daher: Jagdinstinkt!
Je schwerer die Beute zu erlegen scheint, desto interessanter ist sie. Männer wie Frauen wollen sich selbst (oder sonstwem) beweisen, dass sie das vermeintlich Böse bezwingen können oder, weniger drastisch, dass Unmögliche eben doch irgendwie hinbekommen. Je mehr wir meinen, dass wir ihr oder ihm nicht gewachsen sind, um so motivierter sind wir, es trotzdem zu versuchen.
Freundlicherweise hat es die Natur so eingerichtet, dass wir lernfähig sind, zumindest im Großen und Ganzen. Entsprechend schaffen es die meisten mit der Zeit (und nicht selten nach einer besonders unschönen Erfahrung), den eigenen Jagdinstinkt zu kontrollieren. Zumindest bis zu einem gewissen Grad. So ganz scheint der Arschloch-Bonus seinen Reiz nämlich niemals zu verlieren. Schade eigentlich?
In diesem Sinne, frohes Aufreißen!

Felix – Der Film

Manchmal frage ich mich, warum ich eigentlich nicht beim Film bin. Zumindest an mangelndem Schauspieltalent kann es nicht liegen. Im Gegenteil: ich bin offenbar sogar so begabt, dass ich manchmal nicht mal mitbekomme, wenn ich schauspielere. Dafür überrasche ich dann alle außer mir, wenn ich damit aufhöre und einfach wieder ich bin.

Immer wieder bekomme ich zu hören, dieses oder jenes hätte man (oder Frau) nicht von mir gedacht. Normalerweise lässt mich dieser Satz etwas konsterniert zurück. Warum, frage ich mich dann, sollte diese oder jene Handlung nicht zu mir passen? Oder anders formuliert: habe ich denn vorher wirklich ein so komplett anderes Bild vermittelt?
In letzter Zeit habe ich einige Dinge in meinem Leben verändert. Einige dieser Veränderungen recht drastisch ausgefallen. In so fern ist es also vielleicht nachvollziehbar, dass der Eine oder Andere etwas überrumpelt davon war – aber überrascht? Das hat mich irritiert.
Eigentlich war ich immer der Meinung, dass mein Leben ziemlich vorhersehbar wäre. Keine plötzlichen Wendungen, keine aufregenden Sprünge, und selbst die größeren Brüche normalerweise von langer Hand vorbereitet – kurz: kein besonders großes Kino. Aber vielleicht habe ich mich ja geirrt?
Vielleicht hat sich nur einfach noch nicht der richtige Regisseur gefunden, der sich an einen Stoff wie Felix – Der Film heranwagen will? Vielleicht läuft schon irgendwo auf der Welt ein Casting, in der es um die Besetzung der Hauptrolle geht? Ja, vielleicht streiten sich gerade jetzt, in diesem Moment, Brad Pitt und Orlando Bloom, wer mich besser darstellen kann?
Naja, vielleicht auch nicht. Genug Größenwahn für heute. Und morgen? Lasst Euch überraschen!
In diesem Sinne, wir sehen uns dann im Kino!

Sex im Flugzeug II

Eindeutig zu wenig Sex!

Dieser Schluss liegt jedenfalls nahe, wenn ich mir die Zugriffsstatistik meines Blogs der letzten drei Monate angucke. Demnach ist gut ein Viertel der Besucher von Felix-Welt über eine Google-Suche hier gelandet – mit zum Teil recht eindeutigen Suchbegriffen. 

Gut, der mit Abstand häufigste Suchbegriff ist (immer noch) schlicht “Felix Welt”, was mich, ich gebe es ja zu, schon freut. Andererseits wird gehen die Google-Anfragen schon ab Platz drei in eine gänzlich andere Richtung: “Riga Sex” steht hier nur knapp vor “Sex im Flugzeug”. Später folgen “Mottoparty Nutten” (Platz 8), “Porno im Flugzeug” (Platz 11) und “Weltsex” (Platz 15) – was immer damit gemeint ist. 
Leider ist davon auszugehen, dass keiner dieser ach so verzweifelt Suchenden bei mir fündig geworden ist. Traurig, eigentlich. Außerdem hinke ich, so ganz ohne Sex, meiner Zeit ohnehin eindeutig hinterher – und das um fast 50 Jahre!
Sex verkauft Spinat” titelte schon 1961 Die Zeit und beschrieb die Marketingstrategie einer Lebensmittelfirma, die ihre Waren vor allem fernmündlich via Telefon an den Mann zu bringen versuchte: “Dem Kaufmann wird es leicht, einem anderen Mann ein ‘Nein’ durch den Draht an den Kopf zu werfen”, zitiert der Autor des Artikels einen Angestellten der Firma und konkludierte: “Wie wäre es [...] wenn eine schöne Frauenstimme den Kaufmann zärtlich umwerben und sozusagen um die Order buhlen werde? Dann würde der Kaufmann nicht mißmutig auf den Gefrierschrank schielen und den Hörer auflegen, sondern, das wöchentliche zärtliche Telephonat freudigst erwarten.”
Die meisten meiner Einträge hier haben nichts (oder nur wenig) mit Sex zu tun. Oft sind es ganz alltägliche Situationen, die ihren Weg in mein Notizbuch und letztlich in mein Blog finden. Trotzdem werden sie gelesen – und dafür möchte ich mich bedanken!
In diesem Sinne – und bis bald!

Falsche Erwartungen

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – dieser Spruch ist nicht nur altlug, sondern auch wahr. Erst kürzlich hat mir eine gute Freundin von einer Bekannten erzählt, die sich selber großzügig Sex vor der Ehe gestattet hat. Offenbar geprägt vom US-Fernsehen hatte sie sich aber vorgenommen, bis zur Hochzeit höchstens mit zwanzig verschiedenen Männern zu schlafen. 

Diese Grenze ist nun erreicht –  und sie dabei, ihre Ex-Freunde durchzutelefonieren. Sie hatte einfach nicht erwartet, dass sie Nummer Zwanzig erreichen und noch immer ledig sein würde.
Doch nicht nur bei solch lebensbestimmenden Entscheidungen wie der Zahl der erlaubten Sexualpartner kann man böse daneben liegen, wenn man von falsch prognostiziert. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die einem ein Höchstmaß an hellseherischen Fähigkeiten abverlangen: gehe ich auf die Party von xy, oder mache ich endlich den lange geplanten ruhigen Abend zu Hause? Fülle ich den Kühlschrank mit Zeugs vom Spätkauf nebenan, oder gehe ich doch noch zum schnell zum Supermarkt?
Das Problem bei diese Entscheidungen ist, dass sie für sich genommen zwar weder dramatisch noch großartig weitreichend sind, ihnen aber immer ein gewisses lebensveränderndes Potenzial innewohnt. 
Gemeinerweise erschließt sich das nicht immer sofort.
Ja, im Gegenteil, oft ist dieses Potenzial sogar gut versteckt. Man kann weiß schließlich nicht, dass man ausgerechnet im Supermarkt die Mutter seiner zukünftigen Kinder kennenlernen wird (man greift aus Versehen zur gleichen Packung Nudeln und kommt irgendwie ins Gespräch). Im Spätkauf dagegen sind Nudeln ausverkauft und man bleibt einfach nur hungrig. 
Auch ahnt man natürlich nicht, dass die Party bei xy todlangweilig wird, der Abend zu Hause dagegen in Australien endet (man sieht diese Reportage im WDR und stellt fest, dass Auswandern eigentlich genau das Richtige ist – so nimmt das Schicksal seinen Lauf). 
Zugegeben, das ist nun etwas weit hergeholt. Trotzdem kann ich mich nicht ganz von dieser Idee der entscheidenden Momente freisprechen. Manchmal glaube ich wirklich, dass es hin und wieder Kleinigkeiten sind, dumme Zufälle oder banale Entscheidungen eben, die einen in die eine oder andere Richtung driften lassen (siehe allerdings auch: Die Gummibandtheorie). Verwirrend, wenn man länger darüber nachdenkt, oder? 
Eines weiß ich jedenfalls genau: mit wie vielen Frauen ich vor der Ehe schlafe werde ich nicht im Vorfeld festlegen! 
In diesem Sinne, nicht alle Entscheidungen auf einmal essen!
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